Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Computerkomponenten werden interoperabel

Die Fähigkeit von Mikroelektronikbauelementen, untereinander zu kommunizieren, gewinnt ständig an Bedeutung, da die Zahl und Komplexität dieser Bauelemente rapide zunimmt. Ein deutsches Unternehmen hat eine innovative Serie von kommerziell verfügbaren Schnittstellen entwickelt, die auf den Ergebnissen interner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten basieren.
Computerkomponenten werden interoperabel
In industriellen Umgebungen wie Produktionsbereichen, Laboratorien, Prüfständen usw. herrscht eine zunehmende Nachfrage nach einer Kommunikation zwischen typischen Prozessgeräten wie Sensoren, Stellantrieben, Messgeräten, Sichtanzeigen, Reglern usw. Normalerweise werden hierfür Feldbus-Lösungen (Profibus, CAN, Modbus usw.) oder Ethernet-basierte Systeme verwendet. Bei vielen Herstellern in diesem Bereich handelt es sich um KMU mit relativ niedrigen Produktionswerten für Geräte pro Jahr. Für sie ist die Entwicklung von einigen Bus-Schnittstellen für ihre bestehenden Geräte sehr kostenaufwändig. Oft verfügen sie auch nicht über das nötige Know-how dafür.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll für sie, betriebsbereite Bus-Schnittstellen zu verwenden, die lediglich in ihre bestehenden Geräte integriert werden müssen. Die Bus-Schnittstellen sollten alle Mechanismen der physikalischen Datenübertragung und Protokolle, die für ein bestimmtes Bus-System spezifiziert sind, umsetzen. Daher muss der Hersteller selbst mit diesen Details nicht vertraut sein. Grundsätzlich müssen jedoch die Schnittstellen für verschiedene Bus-Systeme dieselbe einfache Schnittstelle mit der Elektronik der Geräte aufweisen.

Um diese auch als Interoperabilität bezeichnete Fähigkeit einer Komponente, im Wechselspiel mit einer anderen zu funktionieren, zu bewerkstelligen, startete ein deutsches Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die sich vor allem auf Geräte mit RS-232-Schnittstellen konzentrierten. Die RS-232-Schnittstelle ist eines der am weitesten verbreiteten Verfahren für den seriellen Austausch von Binärdaten.

So wurde eine Familie von intelligenten Schnittstellen entwickelt, die Komponenten mit serieller RS-232-Schnittstelle mit PROFIBUS-DP-, Ethernet- (TCP/IP-, UDP-, RFC1006-), Modbus- (ASCII-, RTU-) und CAN-Bus-Systemen verbinden. Die Leiterplatten haben die Abmessungen einer Kreditkarte, sind aber auch in Versionen erhältlich, die in separaten Gehäusen untergebracht sind. Sie lassen sich einfach installieren und zeichnen sich durch wettbewerbsfähige Datenübertragungsraten aus. Eine Standard-Betriebsart zur transparenten Datenübertragung gestattet das Anschließen von Geräten ohne jede zusätzliche Entwicklungsarbeit. Das Unternehmen entwickelt auf Anfrage auch gerätespezifische Protokolle.

Der Hersteller sucht derzeit Händler für den Vertrieb seiner innovativen Produkte in ganz Europa und ist außerdem daran interessiert, bei seinen Kunden für seine Dienstleistungen rund um die Vor-Ort-Schulung und die Protokollentwicklung zu werben.

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 80691 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: IT, Telekommunikation