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Fortschrittlicher Algorithmus zur CAD/CAM-Vektorisierung

Eine russische Organisation hat einen fortschrittlichen Algorithmus entwickelt, der heutige und zukünftige Anforderungen auf dem Gebiet der Zeichenprogrammtechnologie erfüllt.
Fortschrittlicher Algorithmus zur CAD/CAM-Vektorisierung
Bei der Raster-Vektor-Konvertierung werden die Intensitätsbeträge paralleler Zeilen (aus denen sich ein Bild zusammensetzt) in eine Menge von Software-Datensätzen umgewandelt. Anhand der darin enthaltenen Betrags- und Richtungsinformationen können Zeichenprogramme das in einem Vektorformat vorliegende Bild automatisch erkennen. Somit können Bilder - etwa technische Zeichnungen, Architektenpläne, Konstruktionspläne und andere Bilddokumente wie z.B. Landkarten - eingescannt und in Zeichenprogramme, beispielsweise ein CAD-System, importiert werden.

Wie bei vielen anderen Softwareprogrammen, so gab es auch bei der Software-Vektorisierung zahlreiche Anläufe zur Optimierung. Im Zuge der Entwicklung der Industriezweige, in denen seit nunmehr rund 20 Jahren verstärkt Computer eingesetzt werden, ist es zu einer zunehmenden Diversifizierung der Fähigkeiten von Vektorisierungs-Anwendungen und der an sie gestellten Anforderungen gekommen. Daher ist davon auszugehen, dass nur wenige Programme in der Lage sein werden, die künftigen Anforderungen zu erfüllen. Eine solche Anwendung wurde jetzt von einer russischen Organisation entwickelt.

Diese spezielle Anwendung zur Raster-Vektor-Konvertierung basiert auf dem Konzept einer präzisen Rekonstruktion, topologischer Konsistenz mit eingebauten Connectivity-Informationen und der Möglichkeit zur Verwendung kompakter Speichermedien. Um dies zu erreichen, mussten die Entwickler zu einem effizienten Algorithmus gelangen, der in der Lage ist, jede einzelne Bildzeile in einem einzigen Durchgang zu scannen und zu analysieren.

Im Gegensatz zu konventionellen Formaten, bei denen die Fläche des Bildes ein kritischer Parameter ist, liefert der neu entwickelte Algorithmus kontinuierliche Speicherdaten zu internen Strukturen, die nur von der Bildbreite abhängig sind. Er ermöglicht außerdem das Scannen, ohne dass ganze Bilder im Speicher abgelegt werden müssen, und nutzt dabei lediglich Ganzzahl-Arithmetik. Je nach Anwendungsfall ist dieses System zudem in der Lage, weitere wichtige Informationen zu erfassen und daraus kleine Details auszufiltern.

Um dieses Raster-Vektor-Konvertierungssystem auf seine Effizienz und Richtigkeit zu überprüfen, wurde es an zahlreichen Bildern erprobt. Die dabei gefundenen Ergebnisse bestätigten seine hervorragende Effizienz in einer Vielzahl von Anwendungen, zu denen auch CAD-, CAM-, CIM-, OCR- und GIS-Systeme zählten. Die Engine ist in einer Windows-Softwarebibliothek implementiert, verfügbar in C und basiert auf einer Kerntechnologie für Raster-Vektor-Konvertierungssysteme. Die für diese innovative Entwicklung verantwortliche russische Organisation ist gegenwärtig auf der Suche nach möglichen Lizenznehmern.

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 80930 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: IT, Telekommunikation