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Inhibitoren für die Erektion

Erektionsstörungen gehören zu den am meisten geäußerten Beschwerden in der modernen Gesellschaft. In über 80% der Fälle könnte eine Lösung für dieses Problem darin bestehen, die Wirkung eines Enzyms mit der Bezeichnung PDE5- zu unterdrücken. Einem französischen Forschungsteam ist jetzt die Synthetisierung eines PDE5-Inhibitors gelungen, der sechzig Mal so wirksam ist wie andere derzeit auf dem Markt befindliche Präparate.
Inhibitoren für die Erektion
Über 150 Millionen Männer weltweit leiden unter einer erektilen Dysfunktion. Zwar kann diese Funktionsstörung durch die verschiedensten Krankheiten wie z.B. Diabetes ausgelöst werden, doch ihre eigentliche Ursache ist in den meisten Fällen nicht feststellbar. Inzwischen gibt es jedoch Medikamente, die den Mechanismus der Enzym-Wechselwirkungen beeinflussen und so in mehr als 80% dieser Fälle eine Lösung des Problems sein könnten.

Ein Forschungsteam der Universität Louis Pasteur synthetisierte jetzt ein Medikament gegen erektile Dysfunktion, das im Vergleich zu gängigen Behandlungsmethoden eine wesentlich bessere Wirkung zeigt. Dieses Medikament verringert, ähnlich wie seine Konkurrenten, die Wirkung eines Enzyms mit der Bezeichnung PDE5. Dieses Enzym spielt eine Schlüsselrolle für die Erektion, da es ganz wesentlich den Blutstrom zum und vom Penis steuert. Wird nun die Aktivität des PDE5-Enzyms gehemmt, so wird dem Penis mehr Blut zugeführt als abfließt, was dann zur Erektion führt.

Das neue Medikament unterdrückt PDE5 sechzig Mal wirksamer als andere der heute erhältlichen Medikamente. Auf diese Weise wird nicht nur eine schnellere Wirkung nach der Verabreichung erzielt, sondern auch die Wirkungsdauer des Medikaments verlängert. Das neue Medikament dürfte ähnlichen Präparaten kräftig Konkurrenz machen, die sich derzeit einen Markt mit einem Volumen von mehr als zwei Milliarden Dollar teilen - vorausgesetzt, es erfüllt die Erwartungen der Patienten hinsichtlich seiner schnellen und länger andauernden Wirkung.

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Datensatznummer: 80973 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Biologie, Medizin