Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Werkstoffe für das 21. Jahrhundert

Seit dem Entstehen der ersten Steinzeitwerkzeuge haben die Werkstoffwissenschaften eine lange Entwicklung durchgemacht. Einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg bilden revolutionäre Werkstoffe, die in einem israelischen KMU entwickelt wurden: Sie weisen eine unglaubliche Haltbarkeit auf und können in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommen.
Werkstoffe für das 21. Jahrhundert
Das erste vom Menschen zur Herstellung von Werkzeugen verwendete Rohmaterial war Stein. Später wurde es durch Bronze und Eisen abgelöst, und die Werkstoffe unserer Zeit sind Stahl, Beton, Silizium und eine Vielzahl verschiedener Kunststoffe.

Werkstoffe können in unserem Alltag eine zentrale Rolle spielen, ob im Haus, im Auto oder am Arbeitsplatz. Im Laufe der Zeit haben sich unsere Einstellungen zu diesen Werkstoffen ebenso durchgreifend verändert wie unsere Bedürfnisse. Neue Materialien müssen stabiler, leichter und haltbarer sein, und natürlich ist die Recyclingfähigkeit ein Merkmal, dem immer größere Bedeutung zukommt.

Ein israelisches KMU hat durch Grundlagenentwicklung mehrere entscheidende Fortschritte in den Werkstoffwissenschaften erzielt. Dabei wurden neue UHMWPE-Faserverbundwerkstoffe (Ultra-High Molecular Weight Polyethylene) hergestellt. Die Innovation dieser Werkstoffe liegt in der Einbettung von Einzelfasern in feste Bausteine und der Kombination mit Metallfolien.

Die dabei entstehenden UHMWPEs der neuen Generation besitzen chemische und physikalische Eigenschaften, die denen der bisherigen Materialien weit überlegen sind. So halten sie beispielsweise nicht nur starken Temperaturschwankungen stand, sondern sie weisen auch eine hohe Verschleißbeständigkeit, Reißfestigkeit und Schlagfestigkeit auf, sind leicht wiederverwertbar und vor allem ausgesprochen kostengünstig.

Ebenso wie Kunststoffe integrale Bestandteile einer Vielzahl von Produkten geworden sind, die wir heute am Arbeitsplatz und zu Hause benutzen, werden sich auch die neuen Verbundwerkstoffe vielfältige Anwendungsbereiche erschließen. Sie sind beispielsweise in Autos, Flugzeugen, Booten, Hausgeräten, Computern, medizinischen Geräten, Telekommunikationsanlagen und sogar in so speziellen Produkten wie kugelsicheren Westen einsetzbar.

Das KMU aus Israel hat sich die Urheberrechte sowohl an den neuen Materialien als auch an den zu ihrer Herstellung angewandten Prozessen gesichert. Das Unternehmen sucht gegenwärtig nach Partnern und Finanzierungsquellen für die Nutzung der wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser neuen Materialien.

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 81026 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Industrielle Technologien