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Vergleichsanalyse von Produktionstechnologien

Ein jüngst durchgeführtes Projekt hat den Grundstein für ein besseres Verständnis der Grundkonzepte gelegt, nach denen sich Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung im gegenseitigen Wettbewerb besser behaupten können. Die so erzielten Ergebnisse wären jedoch nicht möglich gewesen, hätten nicht 14 Fertigungsunternehmen ihre eigenen Geschäftsstrategien freimütig in die Vergleichsanalyse eingebracht.
Vergleichsanalyse von Produktionstechnologien
CONTENDER, die vergleichende Analyse erweiterter Unternehmensmodelle und der zugehörigen Technologien, ist eines der ersten Projekte seiner Art. Unter Koordination durch INNOVA in Italien haben fünf Organisationen mit Förderung durch die Europäische Kommission das Konzept des erweiterten Unternehmens in vier verschiedenen Industriezweigen untersucht.

In diesen vier Branchen führte das Konsortium eine Befragung von 14 verschiedenen Fertigungsunternehmen durch und präsentierte die dabei gewonnenen Erkenntnisse anschließend unter Anwendung von vier unterschiedlichen Vergleichsmodellen. Die Mitglieder des Konsortiums untersuchten die einzelnen Parameter, die für die Marketing- und Fertigungsstrategien relevant sind, so z.B. organisatorische Verfahren und neue Technologien.

Um zu einem vertieften Verständnis für das volle Know-how in den ausgewählten industriellen Organisationen zu gelangen, sollte nach Ansicht der Forscher noch weitere Arbeit auf einigen der folgenden Gebiete geleistet werden: Erweiterte Anwendung des Vergleichs von Fertigungstechnologien, Ausweitung der Analysen auf zusätzliche Länderstandorte und Gewinnung vertiefterer Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung und Reife der Produkttechnologie.

Zu den Bereichen, in denen noch geforscht werden sollte, gehört erstens der Aufbau eines fundierten Verständnisses für betriebsinterne Abläufe, um das gesamte erweiterte Unternehmen lückenlos erfassen zu können. Zweitens ist eine Erweiterung der Analysen auf Transfer-, Verteilungs- und Lernmechanismen im erweiterten Unternehmen erforderlich. Drittens schließlich bedarf es zusätzlicher theoretischer Arbeitsmodelle und Hilfsmittel, die zur Organisation und Berücksichtigung mehrerer Faktoren und komplexer Prozesse, die es in erweiterten Unternehmen gibt, beitragen werden.

Aufgrund der bislang erzielten Ergebnisse glauben die Forscher, dass künftige Trends unter anderem in der Übernahme von Konzepten wie z.B. E-Commerce und in strafferen Wechselbeziehungen zwischen Lieferanten, Produzenten und Vertriebsstrukturen liegen werden. Dies wiederum hat zu der Empfehlung für die Zukunft geführt, dass vergleichbare Fertigungsindustriezweige auf Wettbewerbs- und Unternehmensebene verschiedene Schlüsselstrategien anwenden sollten. Außerdem sind die Forscher davon überzeugt, dass in einem künftigen CONTENDER-Projekt der Beitrag der theoretischen Kenntnisse über erweiterte Unternehmen untersucht werden sollte, um auf diese Weise künftige Wissensmanagement-Schnittstellen zu verbessern und zu vertiefen.
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