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Enteroviren zur Vorbeugung von Wasserkrankheiten

Tierische Abfälle sind eine Hauptursache für Umweltverunreinigungen durch Viren und stellen für die menschliche Gesundheit eine große Gefahr dar. Mit Hilfe der Biotechnologie ermöglicht eine kürzlich entwickelte spanische Technologie die Virenidentifizierung von tierischen Abfällen in Entnahmen aus der Umwelt einschließlich Wasser.
Enteroviren zur Vorbeugung von Wasserkrankheiten
Die als RT-PCR bekannte Reverse Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion stellt ein zuverlässiges, schnelles und hochsensibles Verfahren zur Virenbestimmung in Proben dar. Diese robuste Methode nutzt normalerweise Biomarker zur Analyse von Proben und bietet eine erhöhte Genauigkeit bei der Virenidentifizierung.

Die neu entwickelte Technologie verwendet RT-PCR in Echtzeit und Nichtechtzeit und kann damit bovine Enteroviren (BEV) und porzine Teschoviren (PTV) erkennen. Beide Methoden haben bei der Überprüfung von Tierfäkalien und Wasser aus der Nähe von Bauernhöfen eine sehr hohe Genauigkeit gezeigt.

Mit Hilfe der Technologie konnte nicht nur BEV identifiziert werden, sondern auch zwischen den verschiedenen BEV-Genotypen bei einer Reihe von Arten einschließlich Rinder, Weißschwanzrehe, Ziegen, Schafe und Pferde unterschieden werden. Außerdem besitzt das Verfahren ein erhöhtes Potential, um andere Tierabfälle mit Hilfe von verschiedenen artspezifischen Enteroviren ausfindig zu machen.

Im Vergleich mit anderen herkömmlich verwendeten chemischen Analysen handelt es sich hierbei um eine hochsensible und spezielle Technik zur Virencharakterisierung und -differenzierung in den Tierarten der Verunreinigungen. Dieses umweltfreundliche Instrument kann für diejenigen privaten und öffentlichen Labore überaus nützlich sein, die Virenanalysen zur Überwachung der Umwelt und insbesondere der Wasserqualität durchführen.

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 81398 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Biologie, Medizin