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Zweistoffmotor reduziert Stickstoffdioxidemissionen und Rußausstoß

Das Bedürfnis nach einer Reduzierung der Stickstoffdioxidemissionen besteht nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in der Raumfahrt- und Meeresindustrie. Zu diesem Zweck hat ein italienischer Ingenieur ein Zweistoffsystem entwickelt, das den Ausstoß von Schadstoffen deutlich verringert und außerdem die Wartungskosten reduziert.
Zweistoffmotor reduziert Stickstoffdioxidemissionen und Rußausstoß
Das Zweistoffsystem ist für mittelgroße Marinedieselmotoren mit 500-6.000 KW entwickelt und integriert innovative Zwischenstücke auf Katalysatorbasis, die die zwei verschiedenen Kraftstoffarten verbrennen können. Der wichtigste Kraftstoff ist Diesel, während der zweite Kraftstoff ein Methanolderivat ist. Die Motoren verbrennen beide Kraftstoffe gleichzeitig bei einem Mischungsverhältnis von 50/50.

Unter Verwendung einer neuen Technologie, die Methanol in Methan umwandelt, vermischt das Zwischenstück auf Katalysatorbasis Wasser mit Methanol. Das erzeugte Methangas wird anschließend zusammen mit dem Dieselkraftstoff in den Motor eingespeist. Die ausgestoßenen Schadstoffe haben einen geringen Rußgehalt und das schädliche Stickstoffdioxidgas wird in harmlosen Stickstoff umgewandelt.

Aufgrund der einzigartigen Umwandlung von Methanol in Methan ist der erfinderische Ingenieur bereit, seine Dienste und entsprechende Schulungen all denen anzubieten, die an einem Einsatz des Gerätes interessiert sind. Der existierende Prototyp kann nämlich an alle bestehenden Motorspezifikationen des Kunden angepasst und entsprechend konfiguriert werden oder direkt in neue Motoren eingebaut werden.

Es ist außerdem erwähnenswert, dass sich die Vorteile, die sich aus den verringerten Schadstoffemissionen und Wartungskosten ergeben, nicht nur auf Marinemotoren beschränken. Die mittelgroßen Zweistoffmotoren können außerdem für andere Bereiche des Schwermaschinenbaus wie Eisenbahnbau, Straßenbau, Landwirtschaft oder sogar in der Baubranche verwendet werden.
Datensatznummer: 81481 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Energie