Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Entwicklung neuer krankheitsresistenter Pflanzen

Die gelbe Kräuselkrankheit der Tomate wird durch eine Vielzahl von Geminivirusstämmen verursacht. Obwohl es gegen diese Krankheit resistente Kulturen gibt, ist deren Selektion kostenintensiv und zeitaufwändig.
Entwicklung neuer krankheitsresistenter Pflanzen
Ein einfaches und kostengünstiges Verfahren soll die derzeitige Selektion von Pflanzenstämmen, die gegen Virusinfektionen resistent sind, verbessern. Das Team, das diese neue Methode entwickelt, hat viele infektiöse Virusklone erzeugt, auf deren Basis kontrollierte Selektionsverfahren herausgearbeitet wurden.

Den Versuchsprotokollen zufolge wurden Pflanzenreihen mit verschiedenen infektiösen Virusklonen infiziert und das Auftreten von Anzeichen einer Infektion sowie der Krankheitsverlauf überwacht. Das Verfahren ermöglicht die kostengünstige Isolation von Pflanzenstämmen, die gegen Viruskrankheiten resistent sind. Dieses neue Selektionsverfahren kann auch die Kenntnisse über die genetische Kontrolle der Resistenz gegen die gelbe Kräuselkrankheit der Tomate verbessern.

Die Entwicklung von infektiösen Virusklonen und ihrer unterschiedlichen Aggressivitätsgrade ist das Resultat des umfangreichen Wissens dieses Teams zur molekularen und genetischen Biologie der Geminiviren. Die Verfügbarkeit dieser Klone stellt die konstante Erzeugung der Viruspartikel sicher, die für die Kontinuität bei den Selektionsverfahren zur Suche nach der Resistenz gegen die gelbe Kräuselkrankheit der Tomate notwendig sind.

Die aus diesem Verfahren resultierenden Kosten- und Zeiteinsparungen sollen landwirtschaftliche Unternehmen und Saatguthersteller zu weiteren Investitionen in die Erzeugung krankheitsresistenter Tomatenpflanzenstämme ermutigen. Dieses Selektionsverfahren kann auch für andere Pflanzen angewandt werden, die von demselben Krankheitserreger bedroht sind.
Datensatznummer: 81791 / Zuletzt geändert am: 2005-09-18
Bereich: Biologie, Medizin
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben