Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Die Leistungssteigerung von Tierversuchen

Die pharmazeutische Entwicklung ist in den frühen Stadien des Entwicklungsprozesses von einer entscheidenden Phase der Tierversuche abhängig. Die Erstellung korrekter Tiermodelle zu menschlichen Krankheiten, die sich zu Testzwecken eignen, ist eine Hauptvoraussetzung für den Erfolg in dieser Phase des Prozesses.
Die Leistungssteigerung von Tierversuchen
Obwohl sie für verschiedene pathologische Zustände schwierig zu erstellen sind, erwiesen sich zuverlässige Tiermodelle für Erkrankungen des menschlichen Zentralnervensystems (ZNS) als besonders schwer nachvollziehbar. Eine spanische Forschungsgruppe überwand jedoch zahlreiche technische Schwierigkeiten, um eine neuartige Technologie zu entwickeln, die verschiedene Tiermodelle kombiniert. Die Technologie ermöglicht die Untersuchung der neurotoxikologischen Auswirkungen chemischer Wirkstoffe auf kurze und lange Sicht.

Die Forscher entwickelten unter anderem akkurate Modelle zu Angstempfinden, Impulsivität/Hyperaktivität, Suchtverhalten und Gedächtnis. Erstmals können Substanzen durch die gleichzeitige Nutzung all dieser Modelle untersucht und somit spezifische Veränderungen in bestimmten ZNS-Systemen lokalisiert werden. Der Einsatz der Modelle ermöglicht die Erstellung eines kompletten neurotoxikologischen Profils der getesteten Substanzen, das als Teil eines laufenden Entwicklungsprozesses und einer Bewertung neuronaler Risiken neuer kommerzieller Präparante von unschätzbarem Wert sein könnte.

Die Entwickler der Technologie suchen Partner, um ihre Technologie weiter zu verbessern, und es kommen auch andere Arten der Zusammenarbeit in Betracht. Diese Ergebnisse könnten für Forschungseinrichtungen sowie Diganose- oder Pharmaunternehmen von besonderem Interesse sein. Ein Labor-Prototyp steht zu Demonstrations- und Testzwecken zur Verfügung.
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben