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Neue Technologien zur lokalisierten Arzneimittelabgabe

Das Verabreichungsverfahren von pharmazeutischen Wirkstoffen ist ein entscheidender Faktor für deren Wirksamkeit. Eine Aktivitätsminderung kann oftmals direkt auf Aufspaltungsmechanismen im Magen oder im Blutkreislauf des Patienten zurückgeführt werden.
Neue Technologien zur lokalisierten Arzneimittelabgabe
Im Rahmen der Bemühungen, Hindernisse aufgrund spezifischer Verabreichungsverfahren zu überwinden, suchen die Forscher nach neuen Methoden der lokalisierten Abgabe. An der Universität Louis Pasteur in Straßburg wird ein Forschungsprogramm durchgeführt, bei dem das Potenzial neuartiger Formen der festen oralen Dosierung untersucht wird. Das Ziel liegt im erfolgreichen Aufbau neuer Formulierungen, die das Medikament an spezifischen Orten abgeben.

Diese innovative Technologie konzentriert sich auf die Abgabe des Medikaments im letzten Teil des Verdauungstraktes, im Dickdarm. In Fällen, bei denen eine lokalisierte Aktivität erforderlich ist, wird die Abgabe in bestimmten Teilen des Körpers bevorzugt. Die Forscher der Universität Louis Pasteur nutzten eine bestehende Form der oralen Dosierung, die sie gemäß dem Einsatz geeigneter Arzneiträger veränderten.

Die Kombination neuer Inhaltsstoffe ermöglicht es der Dosierungsform, durch den oberen Teil des Verdauungstraktes bis in den Dickdarm zu gelangen. Das Arzneimittel wird dann aufgrund der Wechselwirkung der Enzym- und der pH-Aufspaltung der festen Formulierung im Dickdarm abgegeben. Die Universität will diese Technologie, die Anwendung in den Bereichen Pharmazie und Diagnostik finden kann, kommerziell vermarkten.
Datensatznummer: 82202 / Zuletzt geändert am: 2005-11-16
Bereich: Biologie, Medizin
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