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Die Entwicklung neuer Diagnoseverfahren für Mundkrankheiten

Die frühe Erkennung von Krankheiten ist oftmals der Schlüssel für eine positive Prognose. Ziel vieler Forscher weltweit ist die Entwicklung von Technologien, die eine Diagnose in früheren Stadien ermöglichen.
Die Entwicklung neuer Diagnoseverfahren für Mundkrankheiten
Eine Forschergruppe aus Israel entwickelte eine Technologie, die die objektive Untersuchung farblicher Veränderungen von Verletzungen im Mundbereich und der Zähne ermöglicht und so frühe Hinweise auf eine Malignität, eine Entzündung und sogar Karies geben kann. Bei den derzeitigen Einschätzungen von Farbveränderungen der Zähne und von Verletzungen im Mundbereich handelt es sich um einen äußerst subjektiven Prozess, der von vielfältigen Parametern abhängig ist.

Diese Parameter umfassen die Beobachtung und die Erfahrung des Arztes sowie die Raumbeleuchtung, die sich ebenfalls im Laufe eines Tages ändert. Solche sich wandelnden Parameter gestalten Vergleiche über eine bestimmte Zeitdauer und somit die genaue Erkennung leichter Veränderungen der Färbung höchst schwierig.

Bis heute gibt es kein einzelnes Verfahren, um Farbveränderungen quantifizieren und diese Veränderungen somit im Laufe der Zeit einschätzen zu können. Die in Israel entwickelte innovative Technologie ermöglicht den Vergleich von Bildern, ohne durch Veränderungen des Raumlichtes beeinflusst zu werden. Das Software-Tool quantifiziert die Farbe der Verletzung und vergleicht diese mit der Färbung des normalen Gewebes, um bestimmen zu können, ob es Hinweise auf bestimmte Krankheiten gibt.

Die Bilder können über einen Laptop gespeichert und analysiert werden, was den Einsatz dieser Technologie innerhalb vielfältiger klinischer Umgebungen vereinfacht. Die Entwickler möchten das Produkt auf den Markt bringen und die kollaborativen Möglichkeiten mit privaten Organisationen untersuchen, die sich aktiv mit der Entwicklung von Diagnosetechnologien für den Mundbereich beschäftigen.

Verwandte Informationen

Datensatznummer: 82361 / Zuletzt geändert am: 2006-01-30
Bereich: Biologie, Medizin