Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Der Schutz des Personals vor Luftverschmutzung

Israelische Ingenieure haben eine einzigartige Plakette entwickelt und patentieren lassen, die Flexibilität und schnelle Ergebnisse bei minimalem Kostenaufwand bietet. Dadurch kann die Überwachung der persönlichen Belastung durch gefährliche Mengen von Luftpartikeln vereinfacht werden.
Der Schutz des Personals vor Luftverschmutzung
Im einundzwanzigsten Jahrhundert ist die Luftverschmutzung ein ernstes Umweltproblem. Erst kürzlich hat sich der Schwerpunkt von schädlichen Gasen, wie Stickstoffoxid und Ozon, auf Luftpartikel verlagert. Die kleineren Partikel dringen bis in die Lunge vor, wo sie Zellschäden verursachen und somit das Sterberisiko erhöhen können. Die Europäische Union reagierte insofern, dass europaweite Luftqualitätsstandards für die zulässigen Mengen an Partikeln in der Außenluft festgelegt wurden.

Nachdem die Standards gesetzt worden sind, liegt das Hauptaugenmerk nun auf der Überwachung der Bevölkerungsbelastung durch Feststoffteilchen und auf der Identifizierung von Überschreitungen der Schwellenwerte. Dies war bisher nicht möglich, aber dank einer Forschergruppe aus Israel gibt es nun eine preiswerte Lösung für dieses Problem.

Die israelischen Wissenschaftler änderten die Technologie der Strahlungsplaketten ab, um eine persönliche Plakette zu erarbeiten, mit der die Belastung durch zahlreiche chemische Schadstoffe, einschließlich Partikel, überwacht werden kann. Die Plakette hat die Größe einer Visitenkarte und es werden keine zusätzlichen Geräten, wie beispielsweise Pumpen, benötigt. Somit wird das Gewicht vermindert und der Bedienkomfort erhöht. Darüber hinaus wurde die chemische Analyse durch die Technik optischer Leser rationalisiert, die eine schnelle, halbautomatisierte Analyse ermöglicht.

In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit sind die Kosten für die Abtastgeräte (d.h. Plaketten) und die Analysegeräte um einiges geringer als die derzeitigen Marktangebote. In der Tat belaufen sich die geschätzten Kosten für eine Plakette auf nur einen US-Dollar. Zusätzlich dazu kann die Plakette individuell angepasst werden, sodass die Überwachung einer großen Vielfalt von chemischen Verbindungen möglich wird. Sie eignet sich also für zahlreiche unterschiedliche Industrieumgebungen.

Dem Forscherteam aus Israel wurde ein Patent für ihre neue Technolgie erteilt, und es besteht der Wunsch, Partnerschaften zur Vermarktung aufzubauen.
Datensatznummer: 82384 / Zuletzt geändert am: 2006-02-06
Bereich: Biologie, Medizin
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben