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Der Schutz der weltweiten Blutbanken

Die Minimierung des Risikos einer bakteriellen Verunreinigung des Blut- und Transfusionsmaterials steht ganz oben auf der Tagesordnung der Ärzte, die sich mit diesem Bereich des Gesundheitswesens befassen. Ein neues Verfahren könnte Bluttransfusionen durch den Ausschluss von Kontaminationsrisiken sicherer als jemals zuvor machen.
Der Schutz der weltweiten Blutbanken
Ein in Israel ansässiges KMU entwickelte ein neues Verfahren zur schnellen Erkennung bakterieller Kontaminanten in durch Transfusion gewonnenen Thrombozyten-Einheiten. Thrombozyten bilden eine spezielle Untergruppe der Blutzellen, die am Gerinnungsprozess beteiligt sind. Thrombozyten-Einheiten sind besonders durch Verunreinigungen gefährdet, da diese bis zu 5 Tage nach der Spende bei 22 Grad Celsius aufbewahrt werden.

Dieses neue Erkennungssystem nutzt die Technologie der Impedanzspektroskopie und arbeitet nicht-invasiv. Eines der Grundprinzipien hinter diesem System besteht darin, dass wachsende Bakterienzellen die elektrischen Merkmale ihres Wachstumsmediums abändern. Die Berücksichtigung dieser Veränderungen ermöglichte den Forschern die Beobachtung solcher Modifizierungen und die Entwicklung eines robusten, schnellen und effektiven Überwachungssystems.

Die Durchführung dieses neuen Verfahrens dauert weniger als eine Minute und die Gesamtkosten für den Prozess sind gering, da es keine speziellen Anforderungen an zusätzliche Reagenzstoffe und qualifiziertes Personal gibt. Es wurden Labor-Prototypen hergestellt, die zur Demonstration der Vorzüge dieser innovativen Technologie genutzt werden können, für die bereits Patente angemeldet wurden.

Das Unternehmen ist in der Lage, über spezifische Bedingungen für Lizenzierungsverfahren verschiedener Arten zu verhandeln. Firmen aus dem privaten Sektor, die sich aktiv auf dem Gebiet der medizinischen Geräte bewegen, sind aufgefordert, die Möglichkeiten zu untersuchen, die Produktionsvorteile für kommerzielle Bedürfnisse anzuheben und weiteren ingenieurwissenschaftlichen und technischen Support zu liefern.
Datensatznummer: 82423 / Zuletzt geändert am: 2006-02-20
Bereich: Biologie, Medizin