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Die Erkennung von Brucellose in Serumproben

Brucellose ist eine bakteriell verursachte Krankheit mit einem sehr heterogenen klinischen Spektrum und verschieden schweren Symptomen, die häufig an eine normale Grippe erinnern.
Die Erkennung von Brucellose in Serumproben
Die Erkennung von Brucellose beim Menschen ist schwierig; die aktuellen Methoden werden unter anderem durch die lange Inkubationszeit im Fall von Blutkulturen beeinträchtigt. Außerdem treten in Bezug auf die serologischen Untersuchungen große Fehlerspannen auf, besonders wenn diese in endemischen Bereichen zum Einsatz kommen. Eine Forschergruppe aus Spanien hat eine neue, schnelle und zuverlässige Diagnose für Brucellose beim Menschen entwickelt, die auf Serumproben basiert und somit das Verunreinigungsrisiko senkt.

Das neue Verfahren basiert auf der Polymerase-Kettenreaktion (PKR) und kann die Diagnosezeit auf zwei Stunden minimieren. Durch die PKR-Methode kann die genaue Bestimmung der Bakterienmengen sichergestellt werden. Auch wenn solche PKR-bezogenen Methoden schwierig in die Krankenhausumgebung zu integrieren sind, wurde dieses Verfahren schon grundlegend vereinfacht und kann leicht standardisiert werden. Zudem kann dieser neue Ansatz einfach zu Produktionszwecken angeglichen werden; ein Labor-Prototyp steht zur Vorführung bereit.

Eine frühzeitige und fehlerfreie Diagnose von Brucellose hat viele Vorteile und kann die mit der Krankheit verbundenen Risiken wie auch Risiken durch falsche Behandlung senken. Zusätzlich minimiert dieses neue Verfahren auch die Infektionsgefahr für Labormitarbeiter, da die manuellen Arbeitsschritte weniger geworden sind.

Die Forscher möchten nun mit entsprechenden Partnern aus dem industriellen Bereich der Biomedizin Lizenzabkommen abschließen.
Datensatznummer: 82789 / Zuletzt geändert am: 2006-08-29
Bereich: Biologie, Medizin