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Die Bereinigung von Bodenverschmutzungen

Israelische Wissenschaftler entwickelten ein neuartiges Verfahren, um Schäden an Bodenarten rückgängig zu machen, die einem hohen Maß an Verschmutzung ausgesetzt waren.
Die Bereinigung von Bodenverschmutzungen
Der Boden kann durch unzählige Quellen verunreinigt werden wie vergrabene Treibstofftanks, Pestizide oder sogar die Beseitigung atmospärischer Schadstoffe im Mutterboden. Nach einer Verschmutzung lässt sich der Boden nur extrem schwer reinigen und muss oftmals entfernt oder anderweitig von der Umgebung isoliert werden.

Forscher einer Universität in Israel haben ein grundlegend anderes Verfahren entwickelt, um den verschmutzten Boden ohne seine Abtragung zu reinigen. Ein Verfahren zur Bodenreinigung versetzt die unerwünschten Verbindungen in den flüssigen Zustand. Das Abwasser kann dann einfach abgeschieden werden, sodass nur reiner Boden zurückbleibt.

Der Hauptvorteil des israelischen Prozesses liegt darin, dass die zur Bindung der Schadstoffe genutzten Chemikalien umweltfreundlich sind. So kann das Abwasser nach der Behandlung ohne weitere Risiken in die Umwelt entlassen werden. Dies sowie das geringe Gewicht der benötigten Geräte machen den Prozess überaus mobil.

Darüber hinaus eignet sich das Verfahren besonders für nur gering durchlässige Böden wie Lehm, die sich mit Hilfe anderer Sanierungsverfahren wie Biosanierung nicht reinigen lassen. Dies ist besonders wichtig, wenn eine Kontamination mit Kohlenwasserstoffen (z.B. Benzin) stattgefunden hat, die in den meisten Fällen wasserabweisend sind.

Die israelische Universitätsgruppe sucht nach einem Industriepartner, der sie bei der Umwandlung ihres Prototypen in ein marktfähiges Produkt unterstützt.
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