Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Die Verbesserung der Kosmetik durch Nanotechnologie

Eine in Israel ansässige Gruppe entwickelte und testete einen neuen Prozess, bei dem Nanopartikel genutzt werden, um die physikalischen Eigenschaften von Wasser zu manipulieren. Dies ermöglicht eine Verbindung mit normalerweise hydrophoben Molekülen.
Die Verbesserung der Kosmetik durch Nanotechnologie
Die Nanotechnologie ist ein neues und spannendes Gebiet, dessen Entwicklungen alle Bereiche unseres täglichen Lebens beeinflussen. Während die Kosmetikindustrie beispielsweise weit von der Hightechwelt entfernt scheint, setzte ein israelisches Unternehmen die Nanotechnologie erfolgreich zur Verbesserung von Kosmetikprodukten ein.

Da die meisten vorteilhaften essenziellen Öle in Hautpflegeprodukten nicht wasserlöslich sind, ist Alkohol ein traditioneller Zusatzstoff in zahlreichen dieser Produkte. Zum Leidwesen der Verbraucher verursacht der Alkohol eine Reihe von Nebenwirkungen wie Hautirritationen, Trockenheit und eine allgemeine Störung des menschlichen Immunsystems.

Die israelischen Wissenschaftler fügten dem Wasser Nanopartikel, d.h. winzige anorganische Kristalle, bei, die seine physikalische Struktur und somit sein Verhalten ändern. In der Folge können die essenziellen Öle und andere hydrophobe Verbindungen aufgenommen werden. Weitere Vorteile der neuen Tensidlösung umfassen verminderte Oberflächenverdampfung und verbesserte Eigenschaften des Phasenwechsels (z.B. flüssig zu fest und umgekehrt).

Das israelische KMU hat ein Patent beantragt, um die neue Technologie zu schützen. Zusätzlich zu revolutionären Hautpflege- und anderen Kosmetikprodukten lässt sich das innovative Verfahren auch in anderen Anwendungsbereichen einsetzen.
Datensatznummer: 83053 / Zuletzt geändert am: 2006-11-27
Bereich: Biologie, Medizin
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben