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Kryopreservationsanwendungen der nächsten Generation

Eine innovative und bahnbrechende, auf Wasser basierende Entwicklung wertet die kryoprotektiven Wirkstoffe und Substanzen auf, die als Lösungsmittel für die Kryopreservation von Zellen und Samen bei Anwendungen der assistierten Reproduktionstechnologie (ART) agieren.
Kryopreservationsanwendungen der nächsten Generation
Kryoprotektive Wirkstoffe entstehen auf Basis von Molekülen, die Beschädigungen an Gewebe und Zellen durch die Bildung von Eis innerhalb der Zellen verhindern. Die meistverwendeten Wirkstoffe sind Glycerin und DMSO, die als genotoxisch eingestuft werden. Im Gegensatz zu diesen ist die neuartige kryoprotektive Technologie nicht nur ungiftig für menschliche Samenzellen, sondern sie trägt auch zur Überlebensfähigkeit der Zellen nach der Kryopreservation bei.

Der innovative kryoprotektive Wirkstoff basiert auf einer speziellen Nanotechnologie, die Nanopartikel für die Einführung wasserbasierter Biomaterialien nutzt. Genauer ausgedrückt, ist die Technologie aufgrund der einzigartigen Eigenschaften der Nanopartikel in der Lage, die physikalischen Eigenschaften von Wassermolekülen, die um sie herum liegen, zu modifizieren. Dabei wird eine Wasserstruktur hergestellt, die derartige physikalische Eigenschaften zeigt, die das interzelluläre Wasser durch die Nutzung anorganischer, unlöslicher Kristalle, die dem Wasser in einem patentierten Prozess zugeführt werden, nachahmt.

Die Technologie wurde für die Entwicklung eines auf Wasser basierenden Kryoprotektanten für ART verwendet, der die Optimierung typischer kryoprotektiver Wirkstoffe und Substanzen ermöglicht. Durch die Erweiterung der Bindung von Wassermolekülen in einer Lösung verhindert er die Bildung intrazellulärer Eiskristalle, da er die Wassermoleküle innerhalb der gefrorenen Zelle ersetzt. Die Technologie ermöglicht eine Stabilisierung der Kryopreservationssubstanzen während des Gefrierens und des Auftauens.

Der neuartige kryoprotektive Wirkstoff bietet eine geeignete Regulation der oxidreduzierenden Enzymmechanismen und vermindert gefährliche Schädigungen freier Radikale. Dabei wird die innere mitochondrische Zellmembran geschützt. Die Technologie begünstigt die Maximierung der Effizienz übergeordneter wasserbasierter Biokatalysatoren, Lösungsmittel, Reagenzien, Substanzerweiterer und Puffer in neuen und bereits bestehenden Produkten und Prozessen.

Es werden Kooperationen mit Herstellern und Anbietern von Wirkstoff- und Substanzprodukten bezüglich der Kryopreservation jeglicher Arten von biologischen Proben gesucht. Diese schließen Samen, Impfstoffe, lebende Zellen, DNA, Embryonen, Keimzellen und andere ein.
Datensatznummer: 83089 / Zuletzt geändert am: 2006-12-11
Bereich: Biologie, Medizin