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FP6

AIDE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 507674
Gefördert unter: FP6-IST
Land: Schweden

Auf dem Weg zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Eine Methode zur Bewertung von Mensch-Maschine-Schnittstellen für Fahrzeuge ebnet den Weg zum sicheren und modernen Fahren.
Auf dem Weg zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Heutzutage steht den Fahrern eine Vielzahl sicherheitsrelevanter Ausstattungsmerkmale wie moderne Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems – ADAS) und fahrzeugseitige Informationssysteme (In-Vehicle Information Systems - IVIS) zur Verfügung. Zudem nimmt die fahrzeuginterne Nutzung von mobilen Computergeräten zu. Diese Technologien machen das Fahren komfortabler und angenehmer, sie bieten aber mehr als das.

ADAS können dabei helfen, den Fahrern eine genauere Wahrnehmung potenzieller Gefahren zu ermöglichen. Sie können zudem die Aufgabe des Fahrens teilweise automatisieren, wodurch die Vermeidung von Unfällen, insbesondere solcher, die durch menschliches Versagen verursacht werden, möglich ist. Beispiele für Sicherheitssysteme sind Geschwindigkeitsalarme, Spurassistenten, Spurwechselassistenten, automatische Distanzregelung, Erkennung von Fußgängern, Sichtsysteme und Fahrerüberwachungssysteme.

Das EU-finanzierte AIDE-Projekt erforschte Probleme der Mensch-Maschine-Schnittstellen in Bezug auf den großflächigen Einsatz von intelligenten Verkehrssicherheitssystemen. Die Wissenschaftler des AIDE-Projekts entwickelten Methoden zur sicheren und effizienten Integration von ADAS, IVIS und mobilen Computergeräten in den Kfz-Bereich.

Probleme der HMI sind von besonderer Wichtigkeit, da der Grad der Sicherheit, welcher durch diese Systeme geboten wird, in hohem Maße von der Interaktion des Fahrers mit dem System abhängt. Ein Beispiel ist, passende Warnungen und Rückmeldungen zu haben, um eine Kollision zu vermeiden. Die Wissenschaftler erforschten, wie neue Technologien unter Verwendung von visuellen, taktilen und auditorischen Modalitäten best möglichst ausgenutzt werden können, um den höchstmöglichen sicherheitsrelevanten Nutzen hieraus ziehen zu können.

Zudem fand eine Untersuchung des Verhaltens von Fahrern statt, sich übermäßig auf fahrzeugseitige Sicherheitssysteme zu verlassen, darüber hinaus wurden mögliche Ablenkungen analysiert, die durch einige dieser Technologien verursacht werden. Die Gefahren, die von der Verwendung der Mobiltelefone im Straßenverkehr ausgehen, sind ein allgemein bekanntes Beispiel. Die Marktdurchdringung ist ebenfalls wichtig, da es ein Indikator für die tatsächliche Verwendung ist. Um das Verhalten besser zu verstehen, wurde ein Modell entwickelt und Computersimulationen durchgeführt.

Langfristig hebt die Forschung des AIDE-Projekts das umfangreiche Potenzial und den Nutzen einer sicheren und effizienten Integration von HMI-Technologien in die Fahrumgebung hervor. Die gefährliche Gewohnheit, während des Fahrens ein Mobiltelefon in der Hand zu halten, wird hoffentlich der Vergangenheit angehören.

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