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FP6

PREVIEW — Ergebnis in Kürze

Project ID: 516172
Gefördert unter: FP6-AEROSPACE
Land: Frankreich

Vorbereitungen für den schlimmsten Fall

In kürzester Zeit kann sich eine friedliche Region in ein Katastrophengebiet verwandeln, in der Rettungskräfte tätig sind. Dank der modernen Planung und der Technologien, die während des EU-finanzierten Preview-Projekts entwickelt wurden, werden Ersthelfer besser für di Reaktion auf Katastrophen ausgerüstet sein.
Vorbereitungen für den schlimmsten Fall
Es ist einfach nicht möglich, genau vorherzusagen, wo und wann es zu einer Katastrophe kommt: Waldbrände, Erdbeben oder Erdrutsche ereignen sich ohne Vorwarnung. Ein kontrollierbarer Faktor ist jedoch der Umfang der Vorbereitung auf solche Ereignisse. In den kritischen Stunden direkt vor, während und nach einer Katastrophe können verlässliche Informationsdienste über Leben und Tod entscheiden.

Ziel des EU-finanzierten Preview-Projekts war die Entwicklung von Informationsdiensten, die für die Antwort auf Naturkatastrophen sowie für die Reaktion auf vom Menschen verursachte Gefahren wie Betriebsunfälle erforderlich sind. Diese Informationsdienste beinhalten die Abbildung von Gefahrenstellen, die Risikobewertung, die Frühwarnung sowie die Schadensbewertung.

Im Falle eines gefährlichen Chemikalienlecks beispielsweise müssen die Notfallhelfer wissen, welche Maßnahmen wo unternommen werden müssen. Neben der Kenntnis über die notwendigen Schritte zur Verhinderung der Freisetzung ist es auch von besonderer Wichtigkeit zu wissen, welches Gebiet betroffen sein kann.

Momentan existiert nur eine begrenzte Anzahl von Hilfsmitteln, mit der bestimmt werden kann, wo eine gefährliche Chemikalienkonzentration zu erwarten ist. Diese sind in ihrer Anwendung jedoch oft umständlich. Zudem kann es Tage dauern, um die erforderlichen Daten zusammenzutragen und um eine Vorhersage abzugeben. Die Vorhersage wird zwar präzise sein, jedoch während des Notfalls nicht von Nutzen.

Im Rahmen des Preview-Projekts wurden daher modernere Methoden entwickelt, die eine echtzeitnahe Vorhersage von Konzentrationen basierend auf In-situ-Daten ermöglichen. Diese Methoden basieren auf Modellen, die für die großflächige Verteilungsvorhersage im Falle einer Freisetzung von Radioaktivität aus atomaren Anlagen entwickelt wurden. Damit sie für die Vorhersage der Verteilung im kleineren Maßstab anwendbar sind, erfolgte eine entsprechende Skalierung.

Das Projekt wurde von einem Kernteam von 16 Partnern durchgeführt, die ein breites Interessenspektrum vertraten – von der Wissenschaft über die Industrie bis hin zu Endanwendern. Zudem gab es 40 assoziierte Partner, die an der Entwicklung der Dienste und ihrer Anpassung an regionale Bedürfnisse beteiligt waren.

Der neue Informationsdienst wurde von einer vorausgewählten Gruppe von Endanwendern in acht Testgebieten in Europa verwendet und validiert. Diese Testgebiete befanden sich in Deutschland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Schweden und der Türkei. Der Hauptnutzen für den Zivilschutz sowie die örtlichen und regionalen Behörden lag in den zusätzlichen Informationen, die in den Entscheidungsfindungsprozess einflossen.

Diese Systeme können mit relevanten Informationen zum Risikolevel versorgt werden, und bestimmen anhand der Wahrscheinlichkeit dieses Gefahrenpotenzials die Regionen mit der höchsten Gefährdungsstufe. Durch eine verbesserte Überwachung von Risikogebieten können sie bei der Verhinderung von Unfällen hilfreich sein und den Umfang ihrer Auswirkungen begrenzen.

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