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FP6

NANOCAPS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 1428
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Norwegen

Rettung durch Nanokapseln

Nanotechnologieanwendungen weisen oft Herausforderungen auf, die Lösungen auf Nanoebene erfordern. Nanokapseln sind dabei behilflich, Chemikalien freizusetzen, welche die Effizienz und die Oberflächeneigenschaften verbessern.
Rettung durch Nanokapseln
Viele industrielle Verfahren erfordern eine langsame Freisetzung von Chemikalien, um optimal zu funktionieren. Diese kontrollierte Freigabe ist oftmals nur schwierig zu erzielen. Das EU-finanzierte Nanocaps-Projekt ("Nanocapsules for Targeted Controlled Delivery of Chemicals") entwickelte Nanomaterialien und Nanoverbundschichten, um Nanokapseln herzustellen, die unter bestimmten Bedingungen Chemikalien freisetzen. Diese Nanokapseln können dabei helfen, Chemikalien in einer Vielzahl von Anwendungen wie Metallanstrichen freizusetzen, zudem können sie zur Reduzierung der Porosität eines Materials Anwendung finden.

Das Projekt hatte auch zum Ziel, die Durchführbarkeit einer Reduzierung der Porosität eines Materials sowie die Anwendungsmöglichkeiten als Antiallergika oder selbstreparierende Metallplattierungen zu überprüfen. Während Nanocaps konnten erfolgreich unter Verwendung von Naphthylessigsäure neue Typen von Nanopartikeln für die Reduzierung der Porosität sowie verschiedene acryl-monodisperse Nanopartikeldispersionen und Polymer/Siliciumdioxid-Verbund-Nanopartikel für die Metallplattierung hergestellt werden.

Zudem gelang die Erzeugung von Nanoemulsionen für die Reduzierung der Porosität sowie von neuen keramischen Membranen mit besserer Homogenität und Oberflächenqualität, sowie die Entwicklung von Nanogel-Komplexen, von Mikrokapseln für die Verringerung der Porosität und von Polyelektrolytkapseln mit eingebetteten Medikamenten aus porösem Calciumcarbonat. Theoretische Modelle von Kapseln sowie über die Interaktionen von Kapseln konnten ebenfalls realisiert werden.

Parallel hierzu erfolgte die Untersuchung der Verringerung der Permeabilität, Substanzen wie Nanodiamanten und Nanoaluminiumoxid wurden zur Vorbereitung von Membranen empfohlen. Das Projektteam erstellte auch neue Kapseln mit thermosensitiven und pH-sensitiven Eigenschaften, um Modellpolymere einzukapseln. Daran schlossen sich innovative Methoden für die fernausgelöste Freisetzung von eingekapselten Polymeren, für das zeitabhängige Streaming und für innovative Wege zur Untersuchung der Anhaftung von Kapseln an.

Diese und viele andere erfolgreiche Experimente, welche die Projektziele voranbrachten, wurden im Rahmen von 84 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und auf mehreren internationalen Konferenzen vorgestellt. Die Projektarbeit könnte wichtige positive Effekte auf die Gesundheit und Umwelt haben und eine Vielzahl von Problemen lösen, die bisher als herausfordernd galten.

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