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FP6

CHERLA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 15100
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Spanien

Die Cherimoya – ein Baum mit Zukunft

Die Andenregion weist nicht unbedingt eine der robustesten Wirtschaften auf. Im Rahmen einer neuen Initiative, die von der EU angeführt wird, werden Gemeinschaften jedoch in die Lage versetzt, den Anbau der heimischen Cherimoya zu optimieren.
Die Cherimoya – ein Baum mit Zukunft
Die Cherimoya wächst in bestimmten Regionen Südamerikas und trägt köstliche Früchte, die zur Gattung der Annona gehören. Das EU-finanzierte Projekt Cherla ("Promotion of Sustainable Cherimoya Production Systems in Latin America through the Characterisation, Conservation and Use of Local Germplasm Diversity") hatte zum Ziel, in Bolivien, Ekuador und Peru eine nachhaltige Cherimoya-Produktion aufzubauen. Das Projekt untersuchte einheimische Pflanzen sowie Methoden, um die nachhaltige Bewirtschaftung der Cherimoya in der Andenregion zu unterstützen.

In der Frühphase des Projekts erfolgte eine Bewertung der lokalen Diversität der Cherimoya unter Anwendung moderner molekularer Werkzeuge und Geoinformationssystemen (GIS). Die Projektmitglieder trugen lokale und nationale Varietäten dieses Baumes einschließlich seiner Samen zusammen. Dieses Pflanzenmaterial wurde dann anderen Forschern zugänglich gemacht, die ähnliche Ziele wie das Projekt verfolgten.

Parallel hierzu behandelte das Cherla-Projekt Herausforderungen, vor der die örtlichen Farmer bei der Entwicklung einer nachhaltigen Cherimoya-Produktion standen, und bot Leitfäden an, wie die Pflanzung, Verarbeitung und Kommerzialisierung verbessert werden kann.

Das Projekt evaluierte das kommerzielle Potenzial verschiedenen Keimplasmas in Ekuador, Peru und Spanien sowie verschiedene DNS-Untersuchungen wie beispielsweise Simple Sequence Repeats (SSRs). Dies ermöglichte es den Forschern, die genetische Diversität in gezüchteten, halbwilden sowie wilden Cherimoya zu verzeichnen und zu untersuchen. Eine Datenbank zur Charakterisierung wurde entwickelt und an die Projektpartner weitergegeben, dies ermöglichte einen umfangreichen Informationsaustausch zum Thema.

Das Projekt schuf auch ein umfassendes Inventar von genetischen Ressourcen der Cherimoya und beschrieb auch Methoden zur Sammlung der Pflanzen und zur Verbesserung von Naturschutzmaßnahmen. Anschließend wurden räumliche Analysen durchgeführt (z.B. durch Satelliteninformationen), um die Diversität, Hotspots und den Ursprung der Cherimoya zu verzeichnen. Untersuchungen zur Reproduktionsbiologie, zu Engstellen, zu Schädlingen (insbesondere Fruchtfliegen) und zu anderen wichtigen Themen fanden ebenfalls statt.

Das Projekt konnte die Produktion von Früchten in verschiedenen Testgebieten erfolgreich optimieren, dies wurde durch Workshops, verschiedene Aktivitäten und Interaktionen mit lokalen Landwirten unterstützt. Den Landwirten, Technikern und Fachleuten, die an der Produktion und dem Marketing von Cherimoya beteiligt sind, konnten Handbücher zur Verfügung gestellt werden, diese umfassten auch verbesserte Verfahren für Baumschulen. Eine nachhaltigere und robustere Cherimoya-Landwirtschaft kann nun in diesen entlegenen Regionen entstehen und die Wirtschaft unterstützen.

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