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FP6

ELMAA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 15410
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Frankreich

Mehr Wasser für den Bergbau

Insbesondere im Mittleren Osten sowie in Nordafrika ist es schwierig, eine ausgewogene Balance zwischen dem Phosphatabbau und der Bewirtschaftung von Wasserressourcen zu finden. Neue Richtlinien könnten behilflich sein, dies zu vereinfachen.
Mehr Wasser für den Bergbau
Der Phosphatabbau ist in vielen Ländern Nordafrikas und des Mittleren Ostens ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, hier werden jedoch große Mengen Wasser benötigt, eine Ressource, die in diesen Bereichen nicht im Überfluss zu finden ist. Der Phosphatabbau kann das Wasser verunreinigen und das Problem verschärfen.

Als Antwort auf dieses Problem versuchte das EU-finanzierte ELMAA-Projekt ("Integrated Water Management of Mediterranean Phosphate Mining and Local Agricultural Systems") den Druck auf die Wasserressourcen zu verringern und zu einem nachhaltigeren Phosphatabbau zu ermutigen.

Das ELMAA-Projekt (das arabische Wort für Wasser) bot der Industrie sowie den Vertretern aus dem Bereich des Wassermanagements neue Methoden zur Bewirtschaftung der Wasserressourcen in der Nähe von Minen an. Es ermutigte zur Verwendung von städtischen Abwässern im Bereich des Bergbaus und der Landwirtschaft.

Um dies zu erreichen, empfahl das Projekt die Nutzung eines Entscheidungshilfesystems basierend auf Wissen, welches in vorangegangenen europäischen Projekten gesammelt wurde, um Wasserressourcen in diesem Kontext zu bewirtschaften. Hierzu gehörten die Verfahrenstechnik, die Agrarwissenschaft, die Sozioökonomik, die Hydrogeologie, die Modellierung und die Informationstechnologie sowie Empfehlungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie für die Wasserverwendung und –bewirtschaftung.

Das Projekt beschrieb zudem Richtlinien für die Wasserverwendung und die Überwachung der Wasserverluste, dies vereinigte Interessenvertreter, die oftmals miteinander in Konflikt stehen (z. B. aus dem Bereich des Bergbaus und der Landwirtschaft), in einem gemeinsame Rahmen. Das Projekt ermöglichte es der Phosphatindustrie in den betreffenden Ländern (Jordanien, Marokko und Tunesien) zudem, die strengen nationalen und internationalen Normen bezüglich des Umweltschutzes zu erfüllen.

Da die Phosphatindustrie auf diese Weise unterstützt wurde, weisen die Ergebnisse das Potenzial auf, den Handel mit Europa zu fördern und eine engere Partnerschaft anzustreben. Die Weitergabe der Projektergebnisse erfolgte im Rahmen von Veröffentlichungen, Konferenzen und Seminaren sowie insbesondere durch internationale Workshops zur Wasserbewirtschaftung beim Phosphatabbau, organisiert durch das Projekt in Marokko. Die Wirtschaft der relevanten europäischen und arabischen Länder wird von dieser Entwicklung profitieren.

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