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FP6

MEDISTONE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 15245
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Frankreich

Ein Fenster in vergangene Zeiten

Bemühungen, bessere Möglichkeiten zum Erhalt von wichtigen archäologischen Stätten in Nordafrika zu finden, waren erfolgreich. Neues Wissen über die Herkunft der Steine, über den Zerfall sowie über den Wiederaufbau wird dabei helfen, diese herausragenden Monumente für längere Zeit zu bewahren.
Ein Fenster in vergangene Zeiten
Das Gebiet rund um den Mittelmeerraum weist einige der spektakulärsten archäologischen Stätten unserer Zeit auf. Die sozioökonomischen Realitäten in einigen Ländern haben jedoch leider dazu geführt, dass diese Stätten vernachlässigt werden.

Das EU-finanzierte MEDISTONE-Projekt ("Preservation of Ancient Mediterranean Sites in Terms of Ornamental and Building Stone: From Determining Stone Provenance to Proposing Conservation/Restoration Techniques") hat untersucht, wie drei wichtige archäologische Stätten in Nordafrika wieder aufgebaut werden können. Bei diesen Stätten handelt es sich um Djemila in Algerien, den Leuchtturm von Alexandria in Ägypten sowie um Volubilis in Marokko.

Das Projekt begann mit der Identifizierung der Steine und ihres Ursprungs, einschließlich der Orte, an denen sie abgebaut wurden (soweit möglich). Zudem erfolgte eine Diagnose des Zustands der Ruinen und Steine und des Ausmaßes des Verfalls. Dies umfasste eine Studie von Faktoren, welche den Stein beeinflussen, wie Temperaturschwankungen, starke Winde und andere klimatische Bedingungen.

Sobald sämtliche Hintergrundinformationen dokumentiert waren, beschrieb MEDISTONE die besten Ansätze zum Erhalt und zur Restauration. Basierend auf europäischem Wissen sollten die größten Herausforderungen des Erhalts und der Restauration behandelt werden, wobei sämtliche lokale Faktoren Berücksichtigung finden sollten.

Das Projekt konnte erfolgreich die Steine des Leuchtturms von Alexandria identifizieren und bot umfangreiches Wissen bezüglich ägyptischer Steine an. Darüber hinaus konnte MEDISTONE den Ursprung und die Charakteristik der Schmuck- und Bausteine von Djemila bestimmen, dies erbrachte neue Erkenntnisse bezüglich archäologischer Stätten in Algerien und der dortigen Steine. Deutliche Fortschritte konnten in Marokko gemacht werden. Hierdurch war es möglich, zur globalen Informationsdatenbank über den Ursprung von Ruinen und ihren Steinen neue Informationen hinzuzufügen.

Das Projekt publizierte mehrere Veröffentlichungen über ihre Ergebnisse, die nun den Weg für die geeignetsten Restaurationstechniken ebnen. Eine fachmännische Restauration dieser Stätten zielt darauf ab, wichtige archäologische Orte in diesen Ländern hervorzuheben, den Tourismus zu beleben sowie bei der Bewahrung eines Teils des Welterbes zu helfen.

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