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FP6

FIDEUS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 12405
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Italien

Verbesserte Logistiknetzwerke für eine bessere Mobilität in der Stadt

Hightech-Entwicklungen und eine neue Fahrzeugflotte können logistische Prozesse straffen und einen umweltfreundlicheren und leiseren Güterverkehr sicherstellen.
Verbesserte Logistiknetzwerke für eine bessere Mobilität in der Stadt
Handel, Gewerbe und die Lieferung von Produkten allgemein in Europa stützen sich in einem großen Maße auf bestehende Logistik- und Frachtnetze. Allerdings behindert der für die Wirtschaft so wichtige Güterverkehr auch die urbane Mobilität und ist eine Quelle für Lärmbelästigung.

Das EU-finanzierte Projekt Fideus ("Freight innovative delivery in European urban space") nahm sich der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Belange des Güterverkehrs an, und erarbeitete Vorschläge für neue Technologien und Managementlösungen, mit denen der urbane Güterverkehr besser organisiert werden kann.

In seinem neuen Ansatz konzentrierte sich das Projekt auf drei verschiedene Achsen: Zunächst wurde an der Entwicklung effizienterer Fahrzeuge für Anlieferung und Abholung von Waren in den Städten gearbeitet. Zweitens wurden verschiedene Ansätze für die Organisation und Verwaltung der städtischen Logistik mit diesen neuen Fahrzeugen und neuen Gütercontainern empfohlen. Drittens erhielten zuständige Behörden durch das Projekt Werkzeuge und Informationen über Strategien für eine effiziente städtische Warenlieferung.

Mit diesem integrierten Ansatz sollen die Auswirkungen auf die Umwelt gemildert und der Geräuschpegel gesenkt werden, während gleichzeitig Ergonomie und Sicherheit gefördert werden. Dafür wurden drei verschiedene Arten von Fahrzeugen vorgeschlagen. Zum einen Mikrofahrzeuge, die sich uneingeschränkt in Fußgängerzonen bewegen können, städtische 3,5-Tonnen-Lieferwagen, ideal für die Innenstadt oder stark frequentierte Bereiche, sowie 12-Tonner für große Lieferungen.

Darüber hinaus können Behörden mithilfe von Hightech-Werkzeugen Verkehrsbeschränkungen oder Fahrzeugbehinderungen online anzeigen, während Logistikunternehmen diese Technologie nutzen können, um Ladebuchten zu reservieren und andere Onlinetätigkeiten auszuführen. Auch RFID-Tags (Radiofrequenz-Identifikation) wurden eingeführt, um die logistischen Prozesse zu verbessern.

Kurz gesagt zeichnet sich dieser neue Ansatz eines "kooperativen Transports" durch den Warenfluss von größeren Fahrzeugen zu Mikrovehikeln aus. Die potenziellen Kunden reichen von großen Supermarktketten bis zu Paketdiensten. Der Ansatz bietet neuartige Lösungen mit möglicherweise großem Nutzen für Städte bei gleichzeitiger Verringerung der Umweltverschmutzung und Straffung der Logistikprozesse.

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