Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

BIOSYS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 13633
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Deutschland

Entwicklung von Biomaterialien für Gewebeersatztherapien

Weitere Erkenntnisse in der Gewebezüchtung und die Entwicklung von Biomaterialien könnten wesentlich dazu beitragen, die Lebensqualität europäischer Bürger zu verbessern. Durch Erfolge in diesem Bereich könnten die Kosten der Behandlung verschiedenster Krankheiten drastisch gesenkt werden.
Entwicklung von Biomaterialien für Gewebeersatztherapien
Mit einem spektakulären neuen Ansatz in der Gewebezüchtung könnten die Einschränkungen, denen die Therapie von Herzkreislauferkrankungen noch immer unterliegt, überwunden werden. Die Nachteile derzeitiger Prothesen bei der Behandlung kardiovaskulärer Krankheiten könnten durch die Züchtung von Gewebe aus patienteneigenen Zellen umgangen werden, da das neue Gewebe wachsen und geschädigtes Gewebe ersetzen kann.

Das Projekt BIOSYS (Intelligent biomaterial systems for cardiovascular tissue repair) entwickelte neue intelligente Systeme basierend auf biologischem Material mit Eigenschaften, die bislang weder in- noch außerhalb Europas zu finden sind. Das EU-finanzierte Projekt entwickelte das erste biologische Material, das kontrolliert biologisch abbaubar ist und eine deutlich höhere Biokompatibilität besitzt.

Die einzelnen Partnereinrichtungen befassten sich mit der Herstellung von Fasern und der Optimierung der Produktion. Erzeugt wurden im Nassspinn-, Elektrospinn- und Schmelzspinnverfahren Fasern, die aus Polyaktinsäure (PLA) bestehen, und es wurden die wichtigsten Bedingungen für die Erzeugung bestimmter medizinischer, mechanischer und struktureller Eigenschaften definiert.

Insbesondere zielte die Studie darauf ab, fein gesponnene Fasern zu erzeugen, die sich zur Herstellung von Textilien eignen, die im Rahmen des Projekts entwickelt wurden, sowie entsprechenden Herstellungsverfahren. Es gelang, fein gesponnene Fasern zu erzeugen, zu charakterisieren und zu analysieren. Im Gegensatz zu nassgesponnenen Fasern waren diese Fasern stabiler und reißfester und eigneten sich somit als Fasern zur Konstruktion kardiovaskulärer Transplantate.

Für Spinnversuche, in denen nassgesponnene Fasern analysiert werden sollten, wurden Lösungsmittel und Koagulantien ausgewählt. Hergestellt wurden nassgesponnene Fasern mit verschiedenen Eigenschaften, die anschließend analysiert und charakterisiert wurden. Weitere Ergebnisse von BIOSYS waren eine Studie zur Analyse der Fasermodifikation, wobei den Fasern Biomoleküle hinzugefügt wurden. Mittels Elektrospinnverfahren wurde zudem eine Beschichtung für gegossene 3D-Herzklappenimplantate aus Gittervlies hergestellt.

Die Ergebnisse des Projekts können auch in anderen medizinischen Bereichen Anwendung finden und stellen somit eine langfristige Innovation dar.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben