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FP6

HARDPRECISION — Ergebnis in Kürze

Project ID: 17857
Gefördert unter: FP6-SME
Land: Niederlande

Bessere Frästechnik für den Werkzeug- und Formenbau in der EU

Der europäische Werkzeug- und Formenbau steht angesichts des internationalen Wettbewerbs unter dem Druck, die Fähigkeiten, in diesem Wettlauf mitzuhalten, zu verbessern. Dies soll durch deutlich reduzierte Produktionszeiten und -prozesse sowie eine Verbesserung der Fertigungstechnologien für hochwertigere Teile herbeigeführt werden.
Bessere Frästechnik für den Werkzeug- und Formenbau in der EU
Das HardPrecision-Projekt ("Simultaneous five-axis hard milling for highest precision") hatte die Entwicklung eines fünfachsigen Hochpräzisions-Hartfräsverfahrens zum Ziel, mit dem Produkte hoher Qualität bei wesentlich reduzierten Gesamtdurchlaufzeiten hergestellt werden können. Das EU-finanzierte Projekt optimierte eine Fräsmaschine, indem Leichtbaustrukturen integriert wurden und die Frästechnik für hochharte Werkstoffe durch Prozessüberwachung verbessert wurde. Ein weiteres Ziel bestand in der Ausarbeitung eines Qualitätssicherungssystem auf Grundlage einer Teilevermessung innerhalb der Werkzeugmaschine.

Die Projektergebnisse tragen zu wesentlich fundierteren Kenntnissen über die Technik des fünfachsigen Hartfräsens bei und bilden die Grundlage eines besseren Verständnisses des Hartfräsprozesses an sich. Mit Hilfe der Frästechnik auf Basis der geometrieangepassten Werkzeugtechnologie (sogenannten "Barrel-Tools") können Fertigungszeiten deutlich gesenkt und hochkomplexe Fertigungsverfahren erfolgreich angewendet werden. Auf diesem Gebiet generiertes Wissen kann eingesetzt werden, um neue Produkte und Endnutzerdienste zu entwickeln.

Die Arbeit des Projekts hat außerdem zum besseren Verständnis der Werkzeugmaschinenbauteile geführt, die zur Verbesserung und Optimierung der Hardfräswerkzeugmaschine eingesetzt werden können, die bereits bei einigen kleinen bis mittleren Unternehmen (KMU) - eines davon ein Projektpartner - zum Einsatz kommt. Die Messung von Schallemissionssignalen, die das HardPrecision-Team vornahm, ermöglichte mehr Einsicht in das Verhalten im Hartfräsvorgang. Diese Informationen tragen zur Verbesserung von Strategien zur Prozessstabilität und zur Erkennung von Werkzeugverschleiß und -bruch bei.

Dem zur Optimierung der Prozesskette durch Modifizierung der Fertigung von Maschinenteilen generierte Wissen wohnt das Potenzial inne, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt und die von den Endnutzern angezielten Resultate zu verbessern. Die Ergebnisse des HardPrecision-Projekts fanden durch Beiträge in Fachzeitschriften und auf Konferenzen sowie 2007 auf der Messe Euromold in Frankfurt, Deutschland, große Verbreitung in der Fachwelt.

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