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FP6

DEGRADATION MODELING — Ergebnis in Kürze

Project ID: 13763
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Frankreich

Umkehrung im Kampf gegen Rost

In Hohlräumen wie beispielsweise unter Autolack können Materialien oft korrodieren oder degradieren, wobei rasch ein Schaden entsteht, der mit dem bloßen Auge nicht zu sehen ist. Das Aufzeigen der Ursachen hierfür kann dazu beitragen, Langlebigkeit und Qualität von Produkten und Prozessen zu verbessern.
Umkehrung im Kampf gegen Rost
In dem EU-geförderten Projekt Degradation modeling ("Numerical modelling / lifetime prediction of delamination polymer coating disbonding and material degradation") wurden Möglichkeiten untersucht, wie man gegen Korrosion vorgehen kann.

In diesem Rahmen sollte Software entwickelt werden, mit der sich die speziellen Mechanismen hinter der Korrosion vorhersagen lassen, um Produktdesign und -validierung zu verbessern. Gemessen wurde die Korrosionsrate in Hinblick auf verschiedene Umweltfaktoren und klimatische Bedingungen. Zur Veranschaulichung führte das Projekt theoretische Salzsprühtests auf verzinktem Stahl durch und berücksichtigte dabei Nass-/Trockenzyklen, wie sie bei Korrosionstests in der Automobilindustrie verwendet werden.

Anhand von Degradationsmodellen konnten eine Datenbank erstellt und Informationen über Mechanismen der Unterrostung überprüft werden, darunter Oberflächenbehandlung, Beschichtung, Versiegelung, Decklack und ökologische Parameter. Die Datenbank erfasste Delamination von Automobil- und Bauwerkstoffen für Hunderte von Fällen und Materialien.

Darüber hinaus simulierten die Teammitglieder Modelle für Zink-Polymer-Systeme, einschließlich der Geometrie von Blasen, die korrodierte Proben aus der Industrie darstellten. Darüber hinaus simulierten sie Farbablösungen an den Schnittkanten von verzinktem Stahl.

Untersucht wurde auch der Zusammenhang zwischen Schichtdicke und Delaminationsrate. Verschiedene Tests zu Hohlraumkorrosion bei der zyklischen Korrosion für reines Zink und verzinkten Stahl wurden durchgeführt. In Experimenten deckten die Projektpartner den Masseverlust bei der Trocknung, die Analyse von Korrosionsprodukten, pH-Veränderungen und Temperatureffekte ab.

Diese und viele andere Tests und Modelle gaben Anlass zu mehreren Schlussfolgerungen von Bedeutung für Industrie und Wissenschaft. Die während des Projekts gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse wurden über eine Website für Datenbanken über Korrosionsschutz sowie in wissenschaftlichen Zeitschriften und auf internationalen Konferenzen zur Verfügung gestellt und verbreitet. Dank der Projektergebnisse sollen viele Produkte und Ausrüstungsteile länger halten und effizienter werden, Kosten sollen gesenkt und die Produktion rationalisiert werden.

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