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FP6

HYDROSOL II — Ergebnis in Kürze

Project ID: 20030
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Griechenland

Wasserstoffanlagen sollen effizienter werden

Moderne Solarkraftwerke, die Wasserstoff produzieren können, ohne dabei Kohlendioxid auzustoßen: das ist das Ziel einer von der EU geförderten Initiative. Denn damit könnten Europas Nachhaltigkeitsziele einen wichtigen Schritt näher rücken.
Wasserstoffanlagen sollen effizienter werden
Eine saubere Energieproduktion wird immer dringlicher, wenn eine weitere Erderwärmung verhindert und Nachhaltigkeit erreicht werden soll. Bisher haben wissenschaftliche Experimente mit Strom aus Wasserstoff zu gemischten Ergebnissen geführt und weiteren Forschungen zur Entwicklung sauberer Energiequellen die Tür geöffnet.

Das EU-finanzierte Projekt Hydrosol II ("Solar hydrogen via water splitting in advanced monolithic reactors for future solar power plants") baute auf einer früheren EU-Initiative zur verbesserten Wasserstoffproduktion auf. Es arbeitete an der Entwicklung eines effizienteren Verfahrens zur Energieerzeugung ohne Kohlendioxid (CO2)-Emissionen, um die nachhaltige Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen.

Entwickelt wurde ein zweistufiges Verfahren zum Aufspalten von Wasser in besonderen Reaktoren (monolithischer Wabentyp), um hohe Wassertemperaturen durch Sonneneinstrahlung zu erreichen. Die Arbeiten bauten auf vorhandener Technologie auf und nutzten einen Doppelreaktor, der 100 kW pro Reaktor produziert, um eine kontinuierliche Wasserstoffproduktion aus Solarenergie zu gewährleisten.

Etwas technischer ausgedrückt: Der neue Solarreaktor wurde mit dünnen, feuerfesten Keramikwänden ausgestattet und die Funktionen wurden optimiert, um Sonnenstrahlung zu absorbieren und so sehr hohe Temperaturen zu erreichen. Mit dem neuen Absorber in modularer Zweikammer-Wabenform konnten verschiedene Temperaturlevel erreicht werden, um den chemischen Zyklus abzuschließen und eine kontinuierliche Wasserstoffquelle zu erhalten.

Das Projektteam isolierte außerdem spezifische Materialien für die Wasserspaltung und erarbeitete neue Beschichtungstechniken, um die über fünfzig Zyklen der Wasserstofferzeugung handhaben zu können. Mit zahlreichen Tests und Bewertungen sollte sichergestellt werden, dass die entwickelte Technologie realisierbar ist.

Insgesamt entwickelte Hydrosol II Lösungen für die Sicherstellung erneuerbarer Energie ohne Emissionen und bei Einhaltung der Umweltprotokolle. Die Herausforderung besteht nun in der Umsetzung der Technologie und im Bau einer kompletten Anlage im kommerziellen Maßstab für eine nachhaltige Wasserstofferzeugung. Wenn das erreicht ist, befinden sich Europa und die Welt auf dem Weg zu einem grüneren Planeten.

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