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FP6

ESCIRRU — Ergebnis in Kürze

Project ID: 13433
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Deutschland

Industrie nach dem Kommunismus

Eine von der EU finanzierte Initiative beobachtet, welche Auswirkungen die industrielle Umstrukturierung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf die Wirtschaft und die Gesellschaft in Russland und der Ukraine hat.
Industrie nach dem Kommunismus
Nach Jahrzehnten der kommunistischen Herrschaft kam es in Russland und der Ukraine vor nur zwei Jahrzehnten zu einem relativ plötzlichen Übergang zur Marktwirtschaft. Volkswirtschaftler und Wirtschaftswissenschaftler wollten genau herausfinden, wie sich die Wirtschaft seit dieser radikalen Veränderung entwickelt und angepasst hat.

Das von der EU finanzierte Projekt „Economic and social consequences of industrial restructuring in Russia and Ukraine“ (Escirru, Ökonomische und soziale Folgen der industriellen Umstrukturierung in Russland und der Ukraine) hat untersucht, welche Auswirkungen die Veränderungen in der Industrie auf Gesellschaft und Wirtschaft haben. Es wurde analysiert, welche Folgen der Übergang zur Zivilgesellschaft und zu einem kapitalistischeren Modell auf die Produktion und die Leistungsfähigkeit der Industrie hat. Darüber hinaus hat sich das Projekt genau mit dem sozioökonomischen Einfluss auf Haushalte und Personen befasst.

Acht Partner aus sieben Ländern sammelten im Laufe des Projekts Escirru Daten zu Haushalten und Personen, um daraus Schlüsse zu ziehen. Dann wurde der Einfluss von Forschungs- und Entwicklungsinitiativen auf die Volkswirtschaften beider Länder genau untersucht und dokumentiert.

Im Detail analysierte das Projekt die Auswirkung der Reallokation von Arbeitskräften nach der Ära des Kommunismus auf die Produktivität und die Folgen der neu eingeführten Technologien für die Arbeitskräfte. Zudem wurden Gleichstellungsfragen sowie die Einflüsse der Umstrukturierung auf die Arbeitskräfte und die Arbeitsbeziehungen untersucht. Themen wie die Entlassung von Arbeitskräften und informelle Beschäftigung sowie Aspekte im Zusammenhang mit dem Ausgleich für Stellenabbau und Umstrukturierung wurden ebenfalls untersucht.

Escirru beschäftigte sich des Weitren mit der Armut in der Ukraine und ihren entscheidenden Faktoren, darunter die unterschiedlichen Bewältigungsstrategien in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Die Projektpartner befassten sich eingehend mit den Sozialsystemen beider Länder und ihren Beziehungen zum Arbeitsmarkt und entwickelten auf dieser Basis politische Empfehlungen in Bezug auf soziale Sicherung und ihren Einfluss auf die Arbeitsmarktleistung.

Trotz einiger Schwierigkeiten beim Sammeln der Daten wurden im Rahmen des Projekts 28 Arbeitspapiere online veröffentlicht. Das Erscheinen einiger weiterer Studien auf der Website, die Interessierten den Industriefortschritt in diesen beiden Ländern erklären soll, wird erwartet. Die Bedeutung des Projekts für die Politikgestaltung aller postkommunistischen Wirtschaften könnte für viele Regierungen von großem Wert sein.

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