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FP6

HYRESSA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 26194
Gefördert unter: FP6-INFRASTRUCTURES
Land: Belgien

Eine organisierte Luftbild- und Fernerkundung

Ein EU-finanziertes Projekt führte Interessengruppen zusammen, um die Aktivitäten im Bereich hyperspektraler Bilder und Daten auf den neusten Stand zu bringen. Angesichts der Zersplitterung von Standards und Anwendungen in der gesamten EU sind Fortschritte auf diesem Gebiet sehr wichtig.
Eine organisierte Luftbild- und Fernerkundung
Bei der hyperspektralen Bildgebung werden Daten aus dem gesamten elektromagnetischen Spektrum gesammelt, um so über das sichtbare Spektrum Hinaus Bilder entstehen zu lassen, vor allem Luftbilder. Das damit angehäufte Wissen kann in der Landwirtschaft, der Medizin, für militärische Zwecke sowie in Geologie, Ökologie, Physik und vielen anderen Bereichen verwendet werden. Es hilft Forschern bei einer Vielzahl von Herausforderungen: von der Suche nach versteckten Ölfeldern bis hin zur Ermittlung von Rinderwahnsinn.

Mit dem Projekt Hyressa ("Hyperspectral remote sensing in Europe - Specific Support Actions") sollte der Zugang zu Hyperspektraldaten aus Luftbildern in Europa verbessert werden. Es wurden Nutzer und Anbieter solcher Fernerkundungsdaten identifiziert sowie Anforderungen, Genauigkeit und Qualität festgelegt.

Mithilfe von Fragebögen und Workshops führte das Projektteam eine SWOT-Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken durch und skizzierte Europas Fähigkeiten und Kapazitäten in der Fernerkundung. Daraufhin wurden Strategien für die Entwicklung eines nachhaltigen europäischen Netzwerks von Datenlieferanten und -nutzern unterstützt, sowie für die Zusammenführung künftiger Protokolle und Standards für das Erfassen, Verarbeiten und Verbreiten von Daten.

Hyressa stellte fest, dass dringend eine bessere Forschungsinfrastruktur für die hyperspektrale Fernerkundung in Europa benötigt wird, mit der bestehende nationale Kapazitäten in Europa vereint werden. Dieser Schritt richtete sich auf den Austausch von Fachwissen sowie auf die gemeinsame Nutzung von Einrichtungen, außerdem wird so Doppelarbeit minimiert und der Aufbau von Kapazitäten verbessert. In dem Projekt wurden unterschiedliche Bedürfnisse skizziert: von der Sensorenentwicklung und -kalibrierung bis hin zu verschiedenen Anwendungen und Endprodukten. Zu einer starken Infrastruktur in diesem Bereich würden auch die Qualitätskontrolle, Aus- und Weiterbildung, Feldforschung, Datenverwaltung, Modellierung und Sensorenentwicklung gehören.

Das Projekt wurde von den Beteiligten gut aufgenommen und ermutigte zur europäischen Zusammenarbeit in dem Bereich. Die Anstrengungen werden auch weiterhin den Einsatz von Hyperspektraltechnologie fördern, Standards verbessern, Ressourcen optimieren und die Akteure dieses Bereiches zusammenführen, um eine Gemeinschaft für Hyperspektraldaten zu schaffen.

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