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FP6

FLUAID — Ergebnis in Kürze

Project ID: 22417
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Italien

Eine bessere Kontrolle der Vogelgrippe

Die größere Bedeutung der Vogelgrippe für die Gesundheit von Tieren und Menschen weist auf einen schwerwiegenden Mangel an wissenschaftlichen Informationen zu vielen Aspekten der Krankheit hin. Ein EU-gefördertes Projekt hat sich um Abhilfe bemüht und dafür Diagnose und Behandlung dieser Viruserkrankung verbessert.
Eine bessere Kontrolle der Vogelgrippe
Ausbrüche der Vogelgrippe haben zu großen Verlusten für die Geflügelindustrie, ihre Akteure sowie für den Steuerzahler in der EU geführt. Die anhaltende Bedrohung durch asiatische H5N1-Ausbrüche hat Bedenken wegen der Nahrungsmittelsicherheit und der menschlichen Gesundheit aufkommen lassen. Außerdem kam die Frage auf, ob das Virus die Artengrenze überschreiten kann und was das für das Aufkommen eines neuen menschlichen Pandemievirus bedeuten würde.

Das Projekt Fluaid ("Generation of information and tools to support the management of the avian influenza crisis in poultry") arbeitete an der gemeinsamen Entwicklung und Anwendung neuer Technologien zur Bekämpfung von Vogelgrippeinfektionen. Zu diesem Zweck vereinte Fluaid führende europäische Institute und Labors in Afrika, Asien und dem Pazifikraum. Die Projektpartner wollten Diagnoseinstrumente und Impfstoffe für den Einsatz bei der Kontrolle von Ausbrüchen sowie für impfbasierte Kontrollmaßnahmen liefern.

Die Studien konzentrierten sich auf die Entwicklung von Prototypimpfstoffen, dazugehörige diagnostische Tests und Pen-Side-Tests sowie auf die Genetik und die Übertragung bei verschiedenen Vogelarten. Es stellte sich heraus, dass sich das robuste Gerät zur Pathogenidentifikation mit der Bezeichnung R.A.P.I.D (Ruggedised Advanced Pathogen Identification Device) gut als tragbares molekulares Pen-Side-Testgerät für die Vogelgrippediagnose eignen würde, wenn es entsprechend der empfohlenen Protokolle eingesetzt wird.

Die Daten aus den Projektstudien zeigten, dass eine H7N1-Impfung bei Puten zu sehr guten Ergebnissen führte, d.h. es fand keine Virusausscheidung oder -übertragung bei geimpften Puten statt. Daher kann die Impfung von Puten eine nützliche zusätzliche Kontrollmaßnahme bei der Kontrolle einer hoch pathogenen Vogelgrippeepidemie sein.

Eines der wichtigsten Ergebnisse von Fluaid weist darauf hin, dass einheimische Hühner mit H5N2-Impfung erhebliche Hämagglutination hemmende Antikörpertiter entwickeln, deren Schutzwirkung in der Regel ausreicht, um eine produktive Infektion mit H5N1 zu verhindern. Darüber lässt sich anhand der Ergebnisse beweisen, dass eine Impfung mit einem heterologen Impfstoff die Übertragungsrate des H5N1-Influenzavirus verringern kann, so dass keine Epidemien auftreten.

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