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FP6

MULTITURF — Ergebnis in Kürze

Project ID: 16456
Gefördert unter: FP6-SME
Land: Niederlande

Ein Rasen, viele Verwendungmöglichkeiten

Kunstrasenplätze für verschiedene Sportarten werden in der EU immer attraktiver. Ein EU-finanziertes Projekt hat ein Entwurfswerkzeug für Kunstrasen entwickelt, das die Bedürfnisse von verschiedenen Sportarten, Benutzern und Zwecken berücksichtigt.
Ein Rasen, viele Verwendungmöglichkeiten
Die Vorteile von Kunstrasen – längere Haltbarkeit, konstante Leistung und Verwendungsmöglichkeit in verschiedenen Klimazonen – sind heute größtenteils auf Spezialfelder für bestimmte Sportarten beschränkt. Gemeinden, Schulen und Sporteinrichtungen könnten von der multifunktionalen, allgemeinen Verwendung der Felder profitieren, die die Anforderungen an Sport und Sicherheit nicht beeinträchtigen. Dies verlangt nach Fortschritten in den entsprechenden bestehenden Technologien und der Entwicklung von neuen Konzepten.

Das Projekt "Innovation in multifunctional artificial turf fields for sports: Development of new concepts using a new predictive design tool" (Multiturf, Innovation bei multifunktionalen Kunstrasenplätzen für den Sport: Entwicklung neuer Konzepte unter Verwendung eines neuen vorhersagenden Entwurfswerkzeugs) strebte danach, in diesem Bereich Innovationen zu schaffen und ein Entwurfswerkzeug zu entwickeln, das funktionale und technische Anforderungen für Kunstrasenplätze zur Mehrfachverwendung anpasst. Auf diese Weise können gegebenenfalls Experimente mit der Versuchs-und-Irrtums-Methode umgangen und die Feldentwicklung ökonomischer umgesetzt werden, indem die Produkte schneller auf den Markt gebracht werden.

Mit einem benutzerorientierten Forschungsansatz haben die Projektpartner versucht, die Bedürfnisse und Anforderungen von Benutzern an eine optimale Leistung sowie Sicherheit zu bestimmen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit von allen Gliedern der Herstellungskette sowie aller Beteiligten an Sport und Technologie.

Bei der Entwicklung neuer Konzepte für multifunktionale Kunstrasenplätze wurden Mehrsport-, Mehrbenutzer- und Mehrzweckkonzepte berücksichtigt. Die Projektpartner wollten eine sichere und funktionale Oberfläche für Erwachsene und Kinder ermöglichen.

Beim Erstellen derartiger neuer Konzepte wurden durch die Erforschung neuer Materialien und Bauweisen Innovationen in den Bereichen Material und Bausweise erzielt. Die Teammitglieder entwickelten eine Informationsdatenbank, die die Anforderungen an Sportplätze, die derzeit verwendete Bauweise und die Standardprüfmethoden für bestimmte Sportarten umfasst.

Das entwickelte Entwurfswerkzeug ermöglicht die Vorhersage der wichtigsten Eigenschaften eines Kunstrasenplatzes, wie Stoßdämpfung, Head Injury Criterion (HIC, Kopf-Verletzungs-Faktor) und Ballabprallverhalten. Nach der Auswahl der Details der Platzbauweise berechnet das Entwurfswerkzeug automatisch die Härtereduzierung, die Energierückgewinnung, die Verformung, den HIC-Wert und den Rückprall des Balls. Die Werkzeugvorhersagen wurden mit den Laborexperimenten verglichen und zeigten, innerhalb gewisser Grenzen, eine vielversprechende Ähnlichkeit.

Andere Projektaktivitäten brachten neue Erkenntnisse in Bezug auf Material und Bauweise sowie das Zusammenwirken von Feldbauteilen. Letzteres war bei der Entwicklung eines Fußball-Hockey-Systems sehr nützlich, bei dem eine neue Heizstruktur unter dem Grasteppich neue Einsatzmöglichkeiten für Kunstrasenplätze in Skandinavien eröffnete. Zudem konnten die Partner die Installationskosten verringern, indem sie eine untere Tragschicht entwickelten, die mehr als halb so dünn wie die normalerweise verwendete Schicht ist.

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