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FP6

EUSYNAPSE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 19055
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Deutschland

Genetische Analysen an Mäusen enthüllen komplexe synaptische Funktionen

Europäische Experten für Genanalysen an Mäusen enthüllten komplexe synaptische Funktionsstörungen als mögliche Ursachen für Erkrankungen.
Genetische Analysen an Mäusen enthüllen komplexe synaptische Funktionen
Das Nervensystem kontrolliert Körperfunktionen und transportiert entsprechende Signale über spezialisierte Nervenverbindungen, so genannte chemische Synapsen. Wenn ein Nervenimpuls an einer Synapse ankommt, werden Botenstoffe (Neurotransmitter) freigesetzt, die auf die angrenzende Zelle entweder inhibitorisch oder exzitatorisch wirken. Die Signalübertragung erfolgt über Glutamatrezeptoren in den Membranen von Neuronen. Diese Rezeptoren haben entscheidenden Einfluss auf die synaptische Funktion und werden mit verschiedenen neurologischen Störungen assoziiert.

Das EU-finanzierte Projekt EUSYNAPSE (From molecules to networks: understanding synaptic physiology and pathology of the brain through mouse models) brachte führende Wissenschaftler zusammen, die die synaptische Verarbeitung auf molekularer Ebene analysierten. Generiert wurden Mausmutanten mit einer veränderten Expression mehrerer synaptischer Proteine, um die Rolle der synaptischen Übertragung bei neurologischen Erkrankungen zu untersuchen.

Mit innovativen Methoden und Werkzeugen wurde der Einfluss des Transports in Glutamatrezeptoren auf die synaptische Funktion untersucht, und inwieweit dies zur Pathogenese beiträgt. Den Projektergebnissen zufolge sind diese Rezeptoren wichtige Regulatoren der Signalübertragung und könnten als mögliche therapeutische Ansatzpunkte der Intervention dienen. Außerdem entwickelte das Konsortium Softwareprogramme für die 3D-Konstruktion neuronaler Netzwerke und Modellierung der Gehirnfunktion.

EUSYNAPSE lieferte neues Grundlagenwissen zur Synapsenregulierung in vielen Hirnarealen und erhellte, wie Fehlfunktionen die Entstehung neuronaler Erkrankungen begünstigt. Diese Daten könnten zusammen mit neuartigen Methoden, die im Rahmen des Projekts entwickelt wurden, neue therapeutische Interventionen für synaptische Störungen hervorbringen.

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