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FP6

RESCAPE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 36018
Gefördert unter: FP6-FOOD
Land: Frankreich

Glückliche Hühner legen bessere Eier

Ein europäisches Projekt untersuchte, wie durch bessere Haltung die Gesundheit von Legehennen und die Qualität der Eier verbessert werden kann.
Glückliche Hühner legen bessere Eier
Ab 2012 soll die konventionelle Käfighaltung (Legebatterien) für Hennen endgültig verboten werden, sodass nur noch ausgestaltete Käfige oder Bodensysteme zugelassen sind. Ausgestaltete Käfige bieten dem Vogel ein Mindestmaß an Bewegungsfreiheit, Legenest, Sitzstange sowie eine Möglichkeit zum Abwetzen der Krallen.

Jüngste Studien ergaben jedoch, dass eine humanere Haltung dazu führen kann, dass Eier verstärkt durch Infektionserreger oder Parasiten kontaminiert sind. Das EU-finanzierte Projekt RESCAPE (Reducing egg susceptibility to contaminations in avian production in Europe) entwickelte neue Methoden, um die Eierproduktion in humanen Produktionssystemen sicherer zu machen.

RESCAPE untersuchte das Kontaminationsrisiko verschiedener Haltungssysteme und identifizierte entsprechende Risikofaktoren. Ziel war es, eine Methode zur Abschätzung des Kontaminationsrisikos und ein Dekontaminationsverfahren für betroffene Eier zu entwickeln.

Eine nachhaltige Strategie wäre z.B., das Problem auf molekularer Ebene zu lösen. Somit entwickelte das Projekt einen Impfstoff gegen die Vogelmilbe, einen verbreiteten Parasiten, der für die Hennen schmerzhaft und unangenehm ist und die Legeleistung reduziert.

Mit dem genetischen Verfahren der markergestützten Selektion wurden Hennen identifiziert, bei denen das Risiko kontaminierter Eier gering ist. Beispielsweise legen manche Hennen Eier mit einer robusteren Membranschicht im Innern der Schale, die das Ei besser vor Salmonelleninfektionen schützt.

Durch gezielte Informationspolitik sollen alle Interessenvertreter wie etwa Wissenschaftler, Geflügelhersteller und Verbraucher über die Ergebnisse und Fortschritte des Projekts in Kenntnis gesetzt werden, was Hennen, Verbrauchern und der europäischen Geflügelindustrie das Leben leichter machen kann.

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