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FP6

ESCAPEPROOFNET — Ergebnis in Kürze

Project ID: 32690
Gefördert unter: FP6-SME
Land: Norwegen

Flüchtende Fische einfangen

Derzeitig verfügbare Techniken in der Fischzucht sind für aggressivere Fischarten, die Netze zerstören und ins offene Meer flüchten können, nicht ausreichend. Dies kann schwerwiegende Auswirkungen für die Fischzüchter und die Umwelt haben. Daher ist ein neuartiges, ausbruchsicheres Netz notwendig.
Flüchtende Fische einfangen
Konventionelle, in der Aquakultur oder Fischzucht verwendete Techniken wurden ursprünglich zur Zucht von Lachs entwickelt und sind für andere Arten häufig nicht gut geeignet. Seebarsche, Seebrassen und Dorsche beispielsweise sind neugieriger und aggressiver als Lachse. Für gewöhnlich beißen und saugen sie an losen Seilenden und schnappen danach.

Dies kann dazu führen, dass Fischzuchtausrüstung beschädigt wird und Fische ins offene Meer flüchten. Dies kann nicht nur wirtschaftliche Verlust für die Fischzüchter, bei denen es sich größtenteils um kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) handelt, mit sich bringen, sondern auch eine ökologische und gesundheitliche Bedrohung für wild lebende Fischbestände darstellen, da auf diese Weise Krankheiten übertragen und genetische Kontamination hervorgerufen werden kann.

Das EU-finanzierte Projekt "Escapees in European aquaculture development of an escape proof net especially for cod, bass and bream fish farming" (Escapeproofnet) entwickelte ein Netzsystem in Form eines Käfigs, das speziell für diese aggressiveren Fischarten geeignet ist. Dieses Netz besteht aus einer kosteneffektiven und widerstandsfähigen Polyolefinfaser (einer Polymerart), deren Eigenschaften dazu führen, dass die Fische nicht zubeißen, und dass die Netze vor Bewuchs geschützt werden. Das Projekt verwendete darüber hinaus bestehende Herstellungsverfahren für Netze, um das neue Material in Bezug auf die Struktur, Stärke und Haltbarkeit bestmöglich zu nutzen.

Es wurden verschiedene Webtechniken hinsichtlich der Reaktion der Zielarten getestet, um die optimale Option zu ermitteln. Darüber hinaus entwickelte Escapeproofnet eine integrierte Methode für ein System mit nur einem Netz, bei dem Ausbrüche im Vergleich mit konventionellen Käfigen um 50 % reduziert werden konnten.

Aufgrund unvermeidbarer Verzögerung konnte im Rahmen des Projekts kein Prototyp in Originalgröße entwickelt und getestet werden. Daher wurde die Bewertung an kleineren ausschnittweisen Netzproben vorgenommen, die an vorhandenen Käfigen befestigt und in Bezug auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen Bisse und Bewuchs getestet wurden.

Die vielversprechenden Ergebnisse und bewährten Methoden für Netzreparaturen wurden von Escapeproofnet an KMUs und andere Interessensvertreter weitergegeben.

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