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FP6

CO2GEONET — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502816
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV

CO2 in geologischen Formationen speichern

Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe sind eine ernsthafte Gefahr für unsere Umwelt. Europäische Wissenschaftler haben nun die Realisierbarkeit der Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid in geologischen Formationen unterhalb des Meeres untersucht.
CO2 in geologischen Formationen speichern
Weltweite Prognosen des Energieverbrauchs signalisieren eine langfristige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Steigende CO2-Emissionen könnten jedoch katastrophale Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit unseres Planeten haben, sofern nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden. Die Abscheidung von Kohlendioxid bezieht sich auf die Entfernung von CO2 aus Rauchgasen und deren Einlagerung in unterirdische Reservoire. Insbesondere die unter der Nordsee befindlichen Gesteinsformationen haben eine sehr große theoretische Kapazität zur Speicherung von CO2.

Mit dieser Tatsache vor Augen arbeitete das EU-finanzierte CO2GEONET-Projekt ("Network of Excellence on geological sequestration of CO2") an früheren und laufenden europäischen Vorhaben in Forschung und Entwicklung (FuE) auf diesem Fachgebiet, um die Durchführbarkeit der unterirdischen CO2-Speicherung zu erkunden. Ein Konsortium aus 13 europäischen Forschungseinrichtungen mit einer etablierten Tradition der Erforschung der geologischen Speicherung vereinte die Kräfte, um die verschiedenen Aspekte der CO2-Sequestrierung zu untersuchen.

Die Projektpartner überwachte in einem ersten Schritt die CO2-Werte der Luft und begann damit, das Entweichen von CO2 sowie die Reaktion von Ökosystemen auf CO2 aus geologischen Quellen zu untersuchen. Hierzu gehörten Meeres- und, Süßwasserumgebungen sowie terrestrische Ökosysteme neben menschlichen Ansiedelungen, die in unmittelbarer Nähe von CO2-Leckagen leben. Auch die Überwachungsverfahren wurden geprüft und kalibriert, um die verlässlichsten CO2-Leckage-Messungen zu erhalten. Überdies führte man Experimente in Meeresumgebungen durch, um die Auswirkungen der CO2-Belastung auf Organismen der benthischen Zone und Meeresbodensedimente beurteilen zu können. Insgesamt beschäftigte sich das Konsortium mit einem breiten Spektrum von Aspekten der Forschung zur geologischen Speicherung, begonnen bei Lagerstättenverhalten, -eigenschaften sowie -unversehrtheit bis hin zu potenziellen Wegen des Entweichens bis an die Oberfläche und den Auswirkungen des Ganzen auf die Umwelt. Es wurde eine benthische Kammer zur unterseeischen CO2-Überwachung gebaut, um die Forschungsarbeit des Netzwerks zu erleichtern und eine zukünftige Infrastruktur zu bilden.

Eine großartige Leistung des CO2GEONET-Projekts war die Erschaffung des Seismic database Network Access Point (SNAP), eines Zugangsportals, das der gemeinsamen Nutzung und Verarbeitung von Informationen über das Internet dient.

Das CO2GEONET-Konsortium bewirkte eine Zusammenführung und Stärkung der Forschung zur geologischen CO2-Sequestrierung in Europa. Man sorgte für wertvolles Wissen zur CO2-Speicherung in geologischen Formationen und arbeitete somit an der Verbesserung des Vertrauens der Öffentlichkeit in diese Technologie. Die Umsetzung der Untersuchungsergebnisse zur CO2-Abscheidung wird erhebliche Auswirkungen auf den aufstrebenden Markt für Energie mit geringem CO2-Ausstoss und die Umwelt haben.

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