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FP6

IMPASSE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 44142
Gefördert unter: FP6-POLICIES

Bekämpfung negativer Effekte nicht-einheimischer Fischarten

Nicht-einheimische Arten, die entweder aus Nachlässigkeit oder zu einem bestimmten Zweck eingeführt werden, können heimische Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen. Derzeit wird nach neuen Lösungen gesucht, um solche Risiken von aquatischen Ökosystemen abzuwenden, da diese bereits durch Schadstoffe, Klimawandel und Überfischung genug belastet sind.
Bekämpfung negativer Effekte nicht-einheimischer Fischarten
Die Fischzucht in Aquakulturen hat in vielerlei Hinsicht Vorteile, vor allem aber kann damit die zunehmende Nachfrage nach Fischprodukten gedeckt werden. Aber obwohl eingeführte Fischarten beitragen können, den steigenden Bedarf zu decken, besteht immer das Risiko, dass sie als Störfaktoren lokale Ökosysteme, Habitate und deren Ökologie beeinträchtigen.

In jedem Fall müssen Auswirkungen und Effekte nicht indigener Fischarten, die in Aquakulturen gezüchtet werden, im Hinblick auf Umwelt und Wirtschaft genau überwacht werden, um negative Effekte zu minimieren. Das Projekt IMPASSE (Environmental impacts of invasive alien species in aquaculture) untersuchte die Auswirkungen nicht-einheimischer und fremder Arten aus Aquakulturen. Hauptziel war die Entwicklung tragfähiger umweltpolitischer Strategien und die Erarbeitung von Quarantänevorschriften.

Um Manager bei der Einführung geeigneter Gegenmaßnahmen zu unterstützen und unerwünschte Effekte nicht einheimischer Arten zu minimieren, wurde ein Übersichtsbericht über Fischarten aus Aquakulturen erstellt. Die Daten wurden in einer Datenbank erfasst, um daraus Protokolle und Leitlinien zu entwickeln. Zur Beurteilung der Risiken, die durch die Einführung fremder Arten entstehen, wurde ein Risikoanalyseprogramm entwickelt, und zwar mithilfe eines modulförmig aufgebauten Rahmens, der über die Projektseite abrufbar ist.

IMPASSE erstellte einen Bericht zu Quarantänemaßnahmen für verschiedene invasive Arten, um assoziierte Pathogene besser kontrollieren zu können. Die extensive IMPASSE-Studie gab Empfehlungen für maßnahmebegleitende Vorschriften zur Einführung eines umfassenden regulatorischen Rahmens.

Die Informationen hierzu wurden über die Projektwebseite und in Kursen bereitgestellt. Weiterhin plant IMPASSE eine Reihe von Konferenzen über das Projektende hinaus, um die Arbeit fortzuführen und unnötige Belastungen aquatischer Ökosysteme in Europa zu vermeiden.

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