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FP6

INCOFISH — Ergebnis in Kürze

Project ID: 3739
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Deutschland

Aquatische Ökosysteme der Küstenzonen besser schützen

Das Bevölkerungswachstum und keineswegs nachhaltige Praktiken werden für die aquatischen Ökosysteme zunehmend zur Gefahr. Diese Systeme sind für uns viel wichtiger als wir denken, wenn wir lediglich ihre Fähigkeit berücksichtigen, uns unmittelbar durch Ressourcen für den menschlichen Verzehr von Nutzen zu sein.
Aquatische Ökosysteme der Küstenzonen besser schützen
Sie spielen außerdem eine überaus wichtige Rolle im Küstenschutz und im Tourismus sowie als Brutplätze, bei der Regenerierung von Umweltverschmutzungen und der Regelung des Klimas sowie natürlich als Teil unseres kulturellen Erbes. So hat die Bewahrung der Küstenzonen durch ihr nachhaltiges Wirken entscheidende Bedeutung für uns alle.

Der Umweltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung - der Earth Summit - setzte im Jahr 2002 etliche Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit. Das Incofish-Projekt ("Integrating multiple demands on coastal zones with emphasis on aquatic ecosystems and fisheries") wurde ins Leben gerufen, um ein integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) anzuwenden. Vorgabe war die Erreichung von Zielen in Bezug auf die Nachhaltigkeit aquatischer Küstenzonenökosysteme, insbesondere in den Entwicklungsländern, zu unterstützen. Die Projektergebnisse waren zahlreich und für Forscher, politische Entscheidungsträger, Industrie und Verbraucher gleichermaßen relevant.

Die Forscher entwickelten eine Datenbank zu Fangdaten, um den zunehmenden Missverständnissen bezüglich der Gesundheit und Fülle der Fischarten entgegenzuwirken. Sie erstellten außerdem einen elektronischen Onlineatlas mit Populationskarten für eine Vielzahl von Wasserorganismen, und erarbeiteten bevorzugte Umweltbedingungen für die wichtigsten Arten der Meeresküsten. Zahlreiche Unternehmen zeigten Interesse daran, die Incofish-Karten in ihre eigenen kommerziellen Anwendungen einzubeziehen.

Das IKZM erstellte ein Software-Tool, das angesichts widersprüchlicher Anforderungen die Auswahl geeigneter Meeresschutzgebiete erleichtert. Außerdem wurde den Küstenmanagern ein Instrument zur Visualisierung und Analyse der Ströme von Fisch, Geld und Arbeit zur Verfügung gestellt, um eine bessere Entscheidungsfindung und Kommunikation zu unterstützen. Die Forscher werteten überdies nachhaltige im Vergleich zu nicht nachhaltigen Küstenökosystem-Managementpraktiken mit dem Schwerpunkt Fischerei und ausgerichtet auf den verstärkten Einsatz des nachhaltigen IKZM aus.

Die Incofish-Partner erstellten einen innovativen internationalen Fisch- und Meeresfrüchteführer als Mobiltelefonanwendung, der etliche Indikatoren beinhaltet, mit deren Hilfe der Handel mit Jungfischen, die vor der Reproduktion gefangen werden - was verantwortlich für abnehmende Fischbestände ist -, unterbunden werden soll. Über den Führer wurde intensiv in den Medien berichtet. Er wurde außerdem über die nationalen Verbraucheragenturen verteilt. Das Incofish-Projekt gab einen einen Verhaltenskodex für die Ökotourismusindustrie sowie zwölf allgemeine Regeln für eine gute Lenkung der Fischerei heraus.

Zusammenfassend betrachtet, sorgte das Incofish-Projekt für zahlreiche und signifikante Ergebnisse, die auf die Verbesserung nachhaltiger Praktiken in aquatischen Küstengebieten ausgerichtet sind. Die Ergebnisse sollten nun bedeutende wichtige Auswirkungen in den Ebenen der Regierung, der Industrie und der Verbraucher im Bezug darauf haben, wie wir die Küstenfischerei überdenken und verwalten müssen.

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