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FP6

ENRIMA CONMA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 43690
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Schweden

Eine russische Region räumt auf

Die wirtschaftsstarke Region Chanty-Mansijsk verfügt über keine besonders gute Umweltbilanz. Bemühungen der EU nahmen sich dem Problem der Verschmutzung durch die Ölindustrie an.
Eine russische Region räumt auf
Chanty-Mansijsk ist eine Industriestadt in Russland mit einer boomenden Ölindustrie, die am Irtysch liegt, und von Sumpfgebieten umgeben ist. Das EU-finanzierte Projekt "Environmental risk management for contaminated marsh land in Khanty-Mansiysk" (Enrima CONMA) nahm sich der Verschmutzung durch den Ölsektor an. Es errichtete ein Forschungsnetzwerk mit Partnern aus Russland und Europa, um den Wissenstransfer zu verbessern, Risiken zu beurteilen und eine Strategie für verschmutzte Sümpfe zu entwickeln.

Das Projekt sammelte vorhandenes Wissen und regte die Forschung, Vernetzung und Innovation an, um dieser Herausforderung zu begegnen. Es untersuchte bestehende Lösungen, identifizierte Schwächen bei der Überwachung, untersuchte relevante Gesetze und betrachtete regionale Probleme, um Sanierungsstrategien zu entwickeln.

Nach der Analyse aller Daten schlug Enrima CONMA eine multidisziplinäre Strategie vor, um die umwelttechnischen Schäden zu identifizieren und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Es entwickelte eine Plattform für den Wissensaustausch und schlug Themen für 40 Forschungsprojekte vor, die dieses Ziel weiterverfolgen könnten. Themen waren unter anderem die Überwachung, Identifizierung und Vermeidung unbekannter Auswirkungen sowie die Risikobeurteilung, der Entwurf von Richtlinien, Genehmigungsprozesse und nachhaltiges Aufsuchen von Öl. Die Plattform soll die Zusammenarbeit zwischen Regulatoren, Experten, Behörden und Ölproduzenten verbessern.

Kurz gesagt zeigte das Projekt zwei verschiedene Herangehensweisen für Chanty-Mansijsk zur Beurteilung von Sanierungstechniken und für rentable Abfallbewirtschaftungslösungen auf. Diese haben das Potenzial, über die Zielregion hinaus auch anderen Ländern, die Ölbohrungen durchführen, zugute zu kommen und die ökologische Nachhaltigkeit auch über die Grenzen der entsprechenden Regionen hinweg zu fördern.

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