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FP6

SAFEE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 503521
Gefördert unter: FP6-AEROSPACE
Land: Frankreich

Gefahren für die Flugsicherheit in den Griff bekommen

Eine EU-finanzierte Initiative verfolgte die Aufgabe, das Vertrauen in den Luftverkehrssektor zu stärken, wobei man sich auf die Entwicklung eines bedrohungserkennenden Notfallsystems konzentrierte. Die Fortschritte in diesem Bereich zielen darauf ab, die Gesamtsicherheit während des Fluges eines Flugzeugs zu gewährleisten.
Gefahren für die Flugsicherheit in den Griff bekommen
Wie sich wohl jeder von uns noch gut erinnert: In der Vergangenheit gab es einige tragische sicherheitsrelevante Vorfälle - deshalb verschrieb sich das SAFEE-Projekt ("Security of aircraft in the future European environment") inmitten dieses Kontexts der Sicherheit an Bord eines Flugzeugs. Ultimatives Ziel war die Auslegung eines speziell für terroristische Bedrohungen geeigneten, modernen, bedrohungserkennenden Flugzeugsicherheits-Bordsystems.

Die Systeme des Projekts verfügen über Schnittstellen für die Piloten im Cockpit, für das Kabinenpersonal und das Sicherheitspersonal in der Kabine, für die Kommunikationsverbindungen zwischen den Besatzungsmitgliedern und die Luft-/Boden-Kommunikationsverbindungen. Das System gibt - getrennt für Cockpitbesatzung, Kabinenpersonal und Sicherheitspersonal - Alarmsignale, Informationen und Hinweise, Befehle an Flugzeugsysteme nach Genehmigung durch den Piloten oder fehlgeschlagener Authentifizierung der Cockpitbesatzung und Informationen an den Boden aus, wenn erforderlich, und folgt ausschließlich der Authentifizierung des Piloten.

In das SAFEE-System eingegeben werden Vorflug-Daten (Preflight Data, z. B. Fluggastdaten, Gepäckdaten, Daten zur Aktualisierung der Bedrohungslage und vorgegebene Indikatordaten), die vor dem Flug in das System zur Beurteilung der Bedrohungslage und zum Response-Management (Threat Assessment And Response Management System, TARMS) und das Bedrohungserkennungs-Bordsystem (Onboard Threat Detection System, OTDS) einfließen. Auch während des Fluges werden Daten wie etwa Sicherheitssensordaten, manuelle Eingaben der Besatzung in das TARMS, Eingaben des Flugzeugsystems und aktualisierte Preflight-Daten sowie Informationen aus anderen Entscheidungsunterstützungssystemen eingegeben.

Das entwickelte OTDS wurde im Ganzen in einem operativen Kontext, insbesondere im Zusammenhang mit der Flugzeugzugangskontrolle, der Erkennung des verdächtigen Verhaltens von Personen und dem Nachweis gefährlicher Materialien bewertet. Der Schutz während des Fluges, ein wichtiges Element der vorgesehenen Reaktionen von SAFEE auf feindselige Handlungen, umfasst ein Notfallvermeidungssystem und eine Flugneukonfigurationsfunktion - die beide in Reaktion auf TARMS-Anfragen aktiviert werden.

Man führte verschiedene Bewertungskampagnen und Studien (z. B. für TARMS und OTDS) in Flugzeugattrappen und simulierten Umgebungen durch. Einsatztests einiger Datenschutzsysteme in diesem Zusammenhang verschafften dem Projektteam wertvolle Informationen, auf denen nun weitere Empfehlungen und Forschungsrouten aufbauen können. Das Untersystem zur Erkennung des verdächtigen Verhaltens von Personen ergab positive Resultate für verschiedene vordefinierte Verhaltensweisen und zum Erkennen komplexer Szenarien.

Für ein Bordsystem zur Erkennung gefährlicher Substanzen sind substanzspezifische Sensoren und Umgebungsbedingungen erforderlich, was die Installation und den Betrieb eines solchen Systems an Bord eines Flugzeugs erschwert. Eine Möglichkeit zur Lösung dieses Problems liegt in der sorgfältigen Auswahl und Kombination verschiedener Typen von Sensoren - eine Methode, die schon bald gang und gäbe sein könnte.

Die SAFEE-Projektaktivitäten und -resultate werden nun dazu beitragen, Flüge unter Bedrohung sicherer und besser handhabbar sowie einen positiven Ausgang der Sache wahrscheinlicher machen.

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