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FP6

PRONE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 22589
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Finnland

Fischereiwirtschaft ohne Rätselraten

Die Bedrohungen für die europäische Fischwirtschaft fallen von Region zu Region sehr unterschiedlich aus. Ein Projekt hatte nun die Entwicklung eines flexiblen Ansatzes für das Risikomanagement zum Ziel, um den Herausforderungen dieser Branche gewachsen zu sein.
Fischereiwirtschaft ohne Rätselraten
Während Überfischung wohl das Hauptproblem des Industriezweigs bleibt, es ist beileibe nicht das einzige. Andere Probleme sind die Verschmutzung, Streitigkeiten zwischen einzelnen Nationen in Bezug auf Fischereirechte und die reduzierte Nachfrage im Gefolge der globalen Finanzkrise. Die Fischereiverantwortlichen, die am effektivsten mit diesen Fragen umgehen, werden ihre Zukunft in diesem wettbewerbsorientierten Markt zu sichern wissen.

Ziel des Prone-Projekts ("Precautionary risk methodology in fisheries") war es, in anderen Bereichen übliche moderne statistische Methoden auf die Fischereiwirtschaft anzuwenden. In verschiedenen Regionen wurden vier Fallstudien ausgewählt - so konnten weitgehende Tests ermöglicht werden.

Soll Überfischung vermieden werden, ist es unumgänglich, eine genaue Schätzung der Fischbestände verfügbar zu machen. Es ist allerdings schlicht unmöglich, alle Fische einzeln zu zählen. Die Prone-Team entdeckte, dass ein Ansatz gemäß Bayesscher Statistik - vor allem bei hoher Unsicherheit - herkömmliche Bestandsschätzverfahren übertraf.

Andererseits erwies sich die Spieltheorie als passend für die Beurteilung der internationalen Verhandlungen innewohnenden Risiken, wo die eigenen Optionen von den Entscheidungen anderer abhängen. Im Laufe von Prone widmete man sich außerdem den Fragen der Bestandsrekrutierung, der Gefahr von Lebensmittelvergiftungen und der Risikoklassifizierung.

Schließlich ergab die Prone-Forschung, dass, wenn auch die theoretische Komponente wichtig ist, die menschliche Seite nicht ignoriert werden sollte und nur zu oft den Schlüssel zum Erfolg eines Risikomanagementansatzes in sich birgt. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass man erhebliche Anstrengungen unternahm, um die Projektergebnisse den verschiedenen Akteuren des Bereichs Fischwirtschaft zu übermitteln. Es wurden mehrere wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Außerdem konnten neue Lehrmaterialien entwickelt werden.

EU-finanzierte Forschungsprojekte wie Prone tragen dazu bei, die Fischerei in Europa zu einem profitableren Unternehmen zu machen.

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