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FP6

AHEAD — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502641
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Belgien

Wirtschaft und alternde Bevölkerung: beides im Auge behalten

Die Ausgaben für die Gesundheitsfürsorge in der EU geraten angesichts der rasch alternden Bevölkerung immer stärker unter Druck. Ein Forscherteam führte eine Untersuchung aller relevanten Variablen durch, um Empfehlungen für die zukünftige Politik und sektorale Initiativen geben zu können.
Wirtschaft und alternde Bevölkerung: beides im Auge behalten
Die schnelle Zunahme des Anteils der Älteren an der europäischen Bevölkerung sorgt für zunehmenden Druck auf die Ausgaben im Gesundheitswesen. Das von der EU geförderte Projekt "Ageing, health status and determinants of health expenditure" (AHEAD) hatte sich dieser Frage unter Einsatz von EU-Mitteln angenommen, um die bestehenden Schätzungen zu den Zusammenhängen zwischen Angaben über den Gesundheitszustand und der Inanspruchnahme medizinischer Dienste zu präzisieren. Die Projektpartner untersuchten außerdem die Verbindung zwischen Gesundheitsausgaben und Fertilitätsraten und überprüften die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens durch zugewanderte Bevölkerungsgruppen. Sie widmeten Fragen im Zusammenhang mit Kosten für die Pflege Todkranker sowie Faktoren wie Finanzkontrolle, die die Gesundheitsausgaben beeinflussen, besondere Aufmerksamkeit.

Trotz Verbesserungen im Gesundheitszustand gibt es zwischen den EU-15 und den neuen Mitgliedstaaten immer noch große Unterschiede. Die Forschungsergebnisse verwiesen auf die Bedeutung von Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit bei der Bekämpfung der gesundheitlichen Probleme der verschiedenen Gesellschaften. In den mitteleuropäischen Ländern sollten zum Beispiel Aktivitäten zur Förderung der Gesundheit und eines gesunden Lebensstils (Raucherentwöhnung, gesündere Nahrungsmittel und Konsumgewohnheiten in puncto Alkohol) sowie zur Prävention von Zivilisationskrankheiten hervorgehoben werden.

Durch die schnelle Erhöhung des Anteils der älteren Bürger hat sich der Schwerpunkt der Ausgaben auf die Prävention von Behinderungen im Zusammenhang mit chronischen Krankheiten verschoben. Dies zieht eine geringere Inanspruchnahme der langfristigen Pflege und Palliativmedizin nach sich, verursacht aber höhere Ausgaben für die öffentliche Gesundheit in Ländern, in denen dies bereits auf einem niedrigen Niveau ist. So ist es wichtig, die Ausgaben für die effektivsten Programme zu erhöhen. Eine systematische Auswertung ist notwendig, um festzustellen, welche Programme effizient und effektiv sind. Andererseits spielen hohe ökonomische Wachstumsraten, zu denen die gestiegene Lebenserwartung beitragen kann, bei der erweiterten Gesundheitsfürsorge, bei kürzeren Wartezeiten für elektive Eingriffe und beim Kauf neuer technischer Ausrüstungen ein Rolle.

Es sind noch weitere Forschungsanstrengungen erforderlich, um zu ermitteln, wie sich Länder mit unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Aussichten der Frage der Gesundheitsausgaben und der Budgetierung in Bezug auf alternde Bevölkerungen annähern können.

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