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FP6

GENIMPACT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 22802
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Norwegen

Zuchtfische nicht in die freie Wildbahn entwischen lassen

Im Anschluss an eine Reihe von Workshops wurden wichtige Wissenslücken im Bezug auf das Zusammenspiel zwischen Zuchtfischen und ihren Artgenossen in freier Wildbahn identifiziert.
Zuchtfische nicht in die freie Wildbahn entwischen lassen
Einer von zwei Fischen auf unseren Tellern stammt aus einem Zuchtbetrieb und nicht aus freier Wildbahn. Es wird davon ausgegangen, dass sich dieses Verhältnis immer weiter in Richtung Aquakultur verschiebt. Bei dieser Menge an Zuchtfischen ist es keine Überraschung, dass einige in das lokale Ökosystem entwischen. Was das für Auswirkungen hat, weiß keiner so genau.

Aufgrund des steigenden Interesses der Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gesundheitsfolgen wurden in diesem Bereich Forschungsmaßnahmen eingeleitet. Das Projekt "Evaluation of genetic impact of aquaculture activities on native populations - A European network" (Genimpact) beschäftigte sich mit der Gefahr der genetischen Kontaminierung. Mithilfe europäischer Mittel wurde ein Expertenteam zusammengestellt.

Bei verschiedenen Workshops kamen Fachleute unter einem Dach zusammen. Die ersten Workshops behandelten Themen wie Kreuzung, Interaktionen zwischen den Arten und Risikobewertung. Während eines vierten Workshops wurde der zukünftige Forschungsbedarf ermittelt. Dieser wurde auf einem internationalen Symposium mit über 60 Vertretern aus Regierung, Industrie und Wissenschaft vorgestellt.

Es wurden Untersuchungen am Atlantischen Lach durchgeführt. Es ist jedoch klar, dass diese Forschungsarbeiten ausgebaut und auf andere Arten angewendet werden müssen. Im Hinblick auf die Schwierigkeiten beim Verfolgen dieser sogenannten Flüchtlinge bietet die Identifikation genetischer Marker ein großes Potenzial, vorausgesetzt die Kosten sinken weiter.

Dank Genimpact ist nun deutlich zu sehen, in welche Richtung sich die Forschung im Zusammenhang mit einem verantwortungsbewussten Aquakulturmanagement von nun an entwickeln muss. Die Öffentlichkeit kann sich seither über die Projekt-Website informieren.

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