Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

BIPV-CIS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 503777
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Deutschland

Modernere Technologien für Photovoltaikoberflächen

Striktere Regelungen, steigende Kosten und Verbraucherbewusstsein im Hinblick auf die Vorteile von erneuerbaren gegenüber konventionellen Energieträgern beflügeln die Nachfrage nach moderneren Photovoltaiksystemen (PV). Da 90% der PV-Anlagen in bestehende, zum Teil denkmalgeschützte Gebäude integriert werden müssen, sind Alternativen zu den hochmodernen spiegelnden Oberflächen herkömmlicher PV-Module gefragt.
Modernere Technologien für Photovoltaikoberflächen
Angesichts des enormen Wachstumsmarktes für eine solche Alternative spielen nicht nur ästhetische, sondern auch finanzielle Aspekte für all jene eine Rolle, die in den Markt einsteigen wollen. Das Projekt BIPV-CIS (Improved building integration of PV by using thin film modules in CIS technology) entwickelte daher auf Basis von CIS-Dünnschichttechnologie (CIS für Kupfer, Indium und Selen) PV-Fassaden- und Dachelemente, die sich besser ins architektonische Gesamtkonzept und ursprüngliche Material einfügen.

Die Forscher evaluierten gemusterte, mattierte und farbige Architekturgläser, die sich sowohl aus ästhetischer als auch praktischer Sicht für CIS- Dünnschichtmodule eignen. Berücksichtigt wurden dabei vor allem auch europäische Regulierungen im Hinblick auf Baumaße und Konstruktionsmethoden, die häufig der Verwendung herkömmlicher PV-Module bei der gebäudeintegrierten Photovoltaik entgegenstehen.

Die Prüfer entwickelten Solar-Dachziegel und -Fassadenelemente, die sich ästhetisch in die ursprüngliche Gebäudestruktur einfügen. An vier europäischen Standorten wurden CIS-Module an Außenwänden installiert und eine PV-Fassadenkonstruktion erfolgreich nach aktuellen Normen für Wasser- und Luftdichtheit getestet.

Insgesamt entwickelte das EU-finanzierte Projekt BIPV-CIS eine neue Technologie und Verfahrensweise für gebäudeintegrierte Solarmodule, die zum architektonischen Gesamtkonzept passen. Da der Einsatz alternativer Energien auf dem Vormarsch ist und die Installation von PV-Anlagen bei vielen älteren Gebäuden eine ästhetische Herausforderung darstellt, könnte das Projekt wesentlich dazu beitragen, den Wachstumsmarkt zu fördern und damit europäische Bürger unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben