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FP6

ADU-RES — Ergebnis in Kürze

Project ID: 509093
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Deutschland

Barrieren der Technologieimplementierung einstürzen

Ein Forschungsteam untersuchte Faktoren, die eine groß angelegte Implementierung von Entsalzungsanlagen auf der Grundlage erneuerbarer Energien verhindern. Im Rahmen des Projekts wurden zahlreiche Empfehlungen ausgesprochen und Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen in Bezug auf die Wasserversorgung in ariden Regionen vorgeschlagen.
Barrieren der Technologieimplementierung einstürzen
Viele Länder im Mittelmeerraum sehen sich bei der Wasserversorgung mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, da sie viele aride Regionen umfassen. Positiv ist, dass ein Teil ihres Wasserbedarfs durch die Nutzung von Entsalzung auf der Basis erneuerbarer Energiesysteme (RESs, renewable energy systems) gedeckt werden kann. Einige wirtschaftliche, technische und politische Hindernisse verhindern jedoch eine groß angelegte Implementierung dieser Technologie.

Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts "Co-ordination Action for autonomous desalination units based on renewable energy systems" (Adu-res) untersuchten hochrangige EU-Forscher und ausgewählte Partner aus sieben Partnerländern des Mittelmeerraums (MPCs, Mediterranean Partner Countries) diese Hürden und entwickelten Überwindungsstrategien. Das Hauptziel von Adu-res war es, wesentliche Entwicklungen in den Bereichen Technologie und Politik voranzutreiben, um autonome Entsalzungseinheiten (ADUs, autonomous desalination units) als praktische und effiziente Lösung für das Problem der benötigten Wasserressourcen zu nutzen. Das Projekt sollte daher kürzliche Fortschritte im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) mit konkreten Lösungen für RES-basierte Entsalzungsanlagen in mediterranen Regionen verbinden.

Zunächst begannen sie mit Forschungs- und Prüfungsaktivitäten, wofür die Projektmitglieder eine Forschungsmatrix, ein Tool zum Austausch von Forschungsaktivitäten zwischen den relevanten Interessensvertretern, entwickelten. Recherchen vor Ort trugen auch zum Sammeln von Informationen zum derzeitigen Status in diesem Bereich bei. Es wurden ein umfassender Bericht und ein Computermodell erstellt, um die Projektplaner und Entscheidungsträger auf lokaler Ebene zu unterstützen. Das Modell wurde in die bereits bestehende MEDWATER-Software integriert und es bot den Nutzern die Möglichkeit, Informationen zu Optionen für die Wasserwirtschaft in einem bestimmten Bereich abzurufen.

In fünf MPCs wurden Recherchen durchgeführt, um Informationen zu potenziellen Konsumenten von in ADUs produziertem Frischwasser zu sammeln. In jedem Land wurden vier Konsumentengruppen analysiert. Die Wissenschaftler untersuchten und bewerteten mögliche Finanzierungsmechanismen für autonome Entsalzungsprojekte, führten Fallstudien zu mit erneuerbaren Energien betriebenen Entsalzungspraktiken durch und untersuchten die Möglichkeiten, das für die Installation und den Betrieb kleiner RES-betriebenen Entsalzungsanlagen benötigte Kapital zu reduzieren. Darüber hinaus analysierten sie den legislativen und institutionellen Rahmen für die Verwendung von autonomen Entsalzungsanlagen in den einzelnen Ländern sowie auf EU-Ebene und untersuchten mögliche soziale und umwelttechnische Auswirkungen beim Betrieb kleiner Entsalzungsanlagen in vier südlichen Mittelmeerländern.

Die Adu-res-Partner entwickelten ein Simulationstool und analysierten die Energieleistung bestehender Anlagen, um konkrete Empfehlungen für Verbesserungen aussprechen zu können. Die wesentlichen Ergebnisse und Empfehlungen wurden auf Seminaren und anderen Veranstaltungen verbreitet und auf der Grundlage der Projektergebnisse und der Beiträge der Industrie wurde ein Nutzungsplan entwickelt. Die Technologie für eine Verbesserung der Wasserwirtschaft existiert bereits und Projekte wie Adu-res versprechen, dass ihre Implementierung eine zukunftsfähige Lösung für trockene Regionen und die darunter leidende Bevölkerung darstellen.

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