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FP6

GOFOR — Ergebnis in Kürze

Project ID: 6447
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Österreich

Nachhaltige Forstbewirtschaftung durch innovative Regierungsführung

Regierungsführungsformen ändern sich und gleichzeitig wandelt sich die Politikgestaltung und europäische Gesetze werden integriert. Die nachhaltige Forstwirtschaft kann von dieser neuen Richtung womöglich profitieren.
Nachhaltige Forstbewirtschaftung durch innovative Regierungsführung
Die europäischen Wälder sind aus verschieden Gründen, darunter Holzarbeiter, Naturkatastrophen und die ungeordnete Entwicklung, gefährdet. Das EU-finanzierte Projekt "New modes of governance for sustainable forestry in Europe" (GOFOR) bewertete die Regierungsführung bei der Politikgestaltung und entwarf Empfehlungen in Bezug auf die Forstbewirtschaftung. Es wurden bestehende Methoden, Annahmen und Präferenzen der politischen Akteure sowie sozioökonomische, politische und ökologische Erwägungen untersucht, die die Regierungsführung beeinflussen.

Das Projekt GOFOR hatte das Ziel, effektive Empfehlungen für die Umsetzung neuer Regierungsführungsformen in diesem Gebiet vorzulegen. Dafür wurden die verschiedenen Formen skizziert und deren Operationalisierung bewertet. Das Projekt zeigte, dass Regierungsführungstheorie großes Potential für die Erschließung alternativer Möglichkeiten und Perspektiven für das Verständnis von politischen Institutionen und Entscheidungsfindungsprozessen, Inhalten und Instrumenten bietet.

Die Projektpartner hoben die Verknüpfung zwischen Prozessgestaltung, Komplexität und Unsicherheit in der Regierungsführung hervor. Um eine Abwägung der Auswirkungen von Regierungsführungsprozessen zu ermöglichen, wurden Ergebnisse, Auswirkungen und Erfolge analysiert. Zu den Ergebnissen zählten neue Dokumente, Gesetze, Strategien und Pläne, wobei eine Abwägung der tatsächlichen biophysikalischen Erfolge sich schwieriger gestaltete.

Das Projekt zog den Schluss, dass die Politikgestaltungskultur mitwirkender gestaltet werden sollte und Interessenvertreter mehr einbezogen werden müssen. Deutlich wurde auch, dass die Regierungsführung auf lokaler und regionaler Ebene von der internationalen und europäischen Politik und deren Abkommen beeinflusst wird.

Zu den überprüften Regierungsführungsformen gehörten auch die Dezentralisierung sowie die Verlagerung von Kompetenzen und Verhandlungs- und Entscheidungsbildungsebenen auf eine globalere europäische politisch-administrative Ebene. Das Projekt stellte außerdem fest, dass die traditionelle politische Entscheidungsbildung, die in geschlossenen Zirkeln unter Politikern, Verwaltungsbediensteten und organisierten Interessengruppen stattfindet, im Begriff ist, einer transparenteren Regierungsführung zu weichen.

Schließlich empfahl das GOFOR-Projekt, Regierungsführung in Bezug auf die nachhaltige Forstwirtschaft mitwirkender zu gestalten sowie Umfragen, eine Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), Beiräte, usw. mit einzubeziehen. Die neuen Regierungsführungsformen würden sektorübergreifende Koordination (ISC, Inter-sectoral coordination) einbeziehen, insbesondere in Bezug auf die Politik in den Bereichen Umwelt und natürliche Ressourcen, und so integrative Politikgestaltung unterstützen.

GOFOR ermöglichte bedeutende Einblicke in die verschiedenen Regierungsformen und bereitete den Weg für bessere Regierungsführungsmodelle. Dadurch soll die Nachhaltigkeit des Forstsektors und der Umwelt verbessert werden.

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