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FP6

EPIGOV — Ergebnis in Kürze

Project ID: 28661
Gefördert unter: FP6-CITIZENS
Land: Deutschland

Die Umweltpolitik überdenken

Es gibt in der ganzen EU Unstimmigkeiten über die Art der Verwaltung der Umweltpolitik. Durch Untersuchung der Verwaltung auf allen Ebenen und durch standardisierte Empfehlungen könnte die Umweltpolitik verbessert werden.
Die Umweltpolitik überdenken
Die EU unterstützte immer Wege und Mittel, die Forschung auf verschiedenen Gebieten zu inspirieren und die Umweltpolitik bildet dabei keine Ausnahme. Das EU-finanzierte Projekt "Environmental policy integration and multi-level governance" (Epigov) koordinierte die Erforschung der Integration der Umweltpolitik (EPI, Environmental Policy Integration) und erstellte eine Plattform für Forscher zum Austausch von Ergebnissen, Forschungsmethoden und künftigen Initiativen.

Das Projekt skizzierte und koordinierte die EPI-Forschung und Verwaltung auf lokaler, nationaler und EU-weiter Ebene. Es stellte auch den Forschungsbedarf von EPI und Mehrebenenverflechtung gefolgt von der Verbreitung der Ergebnisse fest. Das Projekt Epigov brachte erfahrene und unerfahrene Forscher, insbesondere aus Zentral- und Osteuropa sowie Entscheidungsträger, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und Manager zusammen. Im Frühjahr 2009 fanden drei große Konferenzen und eine abschließende Richtlinienkonferenz statt.

Die Projektergebnisse und aktuellen Berichte zeigten eine Wissenslücke im Bezug auf EPI und über die Verwaltung des Sektors, lieferten jedoch auch wichtige Daten zur Analyse von EPI aus dem Blickwinkel der Verwaltung. Das Projekt Epigov kam zu dem Ergebnisse, dass eine starke Dezentralisierung der Politikgestaltung das größte Hindernis für EPI darstellt, gefolgt von Föderalismus und dem Mehrebenensystem, selbst wenn diese auch Chancen für EPI mit sich bringen könnten.

Das Projektteam fand ebenso heraus, dass EPI-Verwaltungspraktiken meist auf Lernen und Freiwilligkeit basieren, ähnlich zu Arten des strategischen Managements. Erfolgreichere EPI-Verwaltung wurde innerhalb von hierarchischen Regierungsführungsarten gesehen. Alles in allem waren die Anstrengungen, EPI zu verbessern, schwierig sowie von einem geringen Wissenstransfer behindert.

Zur Verbesserung von EPI schlug das Projekt Epigov eine genauere Untersuchung der Faktoren in Verbindung zur politischen Kultur vor. Es kam zu dem Schluss, dass EPI-Richtlinien vermehrt auf Maßnahmen, die das Verhalten der Sektorakteure beeinflussen, basieren sollen. Entscheidungsträger und Interessenvertreter müssen eine stärkere Integration von EPI in die "traditionelle" Gestaltung der Umweltpolitik fördern. Schließlich könnten flexible und partizipatorische Umweltinstrumente, die neue Möglichkeiten für die Umwelt auf einer sektoriellen Ebene schaffen, positive Sekundareffekte auf EPI haben. Wenn die Projektergebnisse untersucht und die Empfehlungen umgesetzt werden, kann sich die Umweltpolitik nur verbessern und zu lebenswerteren Gesellschaften führen.

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