Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

RAPRA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502672
Gefördert unter: FP6-POLICIES

Plötzliches Eichensterben in Europa im Auge behalten

Europäische Forscher können Fortschritte beim Aufbau und bei der Entwicklung einer Informationsdatenbank zu einem neu eingeschleppten Krankheitserreger verzeichnen, der eine Gefahr für die Bäume in Europa und in den Vereinigten Staaten darstellt.
Plötzliches Eichensterben in Europa im Auge behalten
Das RAPRA-Projekt ("Risk analysis for Phytophthora ramorum, a newly recognised pathogen threat to Europe and the cause of Sudden Oak Death in the USA") untersuchte die Art Phytophthora ramorum, die neu beschriebene Ursache des plötzlichen Eichentods. Die EU-finanzierte Studie hatte das Ziel, die für die Bäume, die Waldökosysteme und andere wichtige ökologische Lebensräume Europas bestehenden Risiken zu bestimmen.

Die Projektpartner arbeiteten im Speziellen an der Weiterentwicklung einer genaueren Schadorganismus-Risikoanalyse (pest-risk analysis, PRA) für Isolate von P. ramorum in der Europäischen Union und in den Vereinigten Staaten. Die neu beschriebene Spezies wurde erst vor kurzem in diese Regionen eingeschleppt.

In Europa, der Heimat der Al-Fortpflanzung, ist Phytophthora ramorum derzeit der bedeutendste Quarantäneschädling überhaupt, der jedoch zumeist auf bestimmte Zierpflanzengattungen in Baumschulen oder in einigen bewirtschafteten Gärten beschränkt ist. Auf Bäumen wurde er bislang noch nicht gefunden.

Das RAPRA-Projekt entwickelte die Datenbank 1.1, die Aufzeichnungen über mit P. ramorum infizierte Pflanzen und Bäume in Europa anbietet. Die Datenbank mit ihren mehr als 2 000 Datensätzen zu nicht weniger als 83 natürlich infizierten Arten ist überaus nützlich für die Risikokartierung. Die aus verschiedenen Mitgliedstaaten und weiteren europäischen Ländern für RAPRA beigetragenen Daten wurden zu einer Kartenserie zusammengestellt, die auf der öffentlichen RAPRA-Website zur Verfügung stehen. Die zugelieferten Datensätze wurden außerdem auf Trends in der Anzahl der Bestandsaufnahmen und dem Anteil positiver Proben für die einzelnen Länder zwischen 2004 und 2006 analysiert.

Eine weitere Leistung des Projekts besteht in der Arbeit an der Entwicklung, Verfeinerung und Veröffentlichung einer europäischen Schadorganismus-Risikoanalyse für P. ramorum. Das Dokument ist noch nicht abgeschlossen, untermauert aber die EU-Politik sowie die Gesetzgebung zum Thema Pflanzengesundheit und Pflanzenschutz und soll überdies Empfehlungen beinhalten.

Die RAPRA-Website wird über die Dauer des Projekts hinaus weiterhin die Projektergebnisse sowie die Informationen hinsichtlich der Risiken von P. ramorum weitergeben und verbreiten.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben