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FP6

AIM — Ergebnis in Kürze

Project ID: 506301
Gefördert unter: FP6-CITIZENS
Land: Deutschland

Zeit für gute Nachrichten

Häufig ist die Berichterstattung in der EU von schlechter Qualität oder entstellt Tatsachen. Durch neueste Erkenntnisse kennt man nun die Ursachen dieses Phänomens, was hilft, die Qualität der Berichterstattung zu verbessern.
Zeit für gute Nachrichten
Zeitungen und Fernsehen haben innerhalb der EU einen starken Einfluss auf unseren positiven oder negativen Eindruck der EU. Das EU-finanzierte Projekt "Adequate information management in Europe" (AIM) untersuchte die Vorgehensweisen und Rahmenbedingungen bei der Entstehung alltäglicher Nachrichten, die die EU betreffen.

Das Ziel des Projekts bestand in der Beurteilung, in welchem Maß die EU durch Journalisten, Redakteure und Medien abgedeckt wird und diese die europäische Öffentlichkeit beeinflussen. Das Projekt AIM führte eine Analyse der Nachrichtenagenda durch, um nachvollziehen zu können, wie aus EU-Themen Nachrichten entstehen. Es erfolgte außerdem eine Untersuchung der Wechselwirkung zwischen politischem Leben und Zugang zu Informationen als wichtiger Bestandteil einer Demokratie.

Die Transparenz, Verantwortlichkeit und Legitimität des politischen Systems in der EU sollte durch eine Untersuchung der Erfolge, der Wirksamkeit und der Unzulänglichkeiten der Massenmedien in Europa gefördert werden. Es wurden einige Problembereiche bei den Medien und den politischen Institutionen erkannt, welche angegangen werden müssen, um eine bessere Berichterstattung zu erreichen.

AIM wies darauf hin, dass die EU-Berichterstattung hauptsächlich in nationalen Zeitungen erfolgt und so die Nachrichten über den Kontinent beeinträchtigt werden. Es wurde außerdem betont, dass die EU zwar mit der nationalen Berichterstattung verbunden ist, aber trotzdem in den Bereich der außenpolitischen Berichterstattung fällt, die noch immer mit Nachrichten aus anderen Regionen der Welt konkurriert.

Im Hinblick auf politische Institutionen stellte das Projekt AIM fest, dass Kontroversen innerhalb der EU in den Medien nur am Rande auftauchen. Daher gelangt nur eine abgemilderte Version der Realität, wie sie hinter den Kulissen der Europäischen Kommission aussieht, an die Öffentlichkeit. Es wurde außerdem gesagt, dass die Medien durch EU-Institutionen mit irrelevanten Daten überflutet werden, die nicht den journalistischen Prioritäten entsprechen und so der Bezug zum alltäglichen Leben der Europäer fehlt. Schließlich wurde darauf hingewiesen, dass lokale Politiker die EU nur aus ihrer nationalen Perspektive darstellen und Brüssel häufig zum Sündenbock machen, der entgegen der Interessen der EU handelt.

Angesichts dieser Erkenntnisse forderte das Projekt eine bessere Schulung von Journalisten und schlug innovative Methoden für die Gestaltung der europäischen Nachrichten vor. Wenn derartige Empfehlungen befolgt werden, soll dies zu einer verbesserten Qualität und Ausgewogenheit der Berichterstattung führen.

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