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FP6

ESTER — Ergebnis in Kürze

Project ID: 506323
Gefördert unter: FP6-CITIZENS
Land: Frankreich

Soziale Verantwortung von Unternehmen im europäischen Rahmen

Kürzlich untersuchten Forscher, wie soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR, Corporate Social Responsibility) zu einem positiven Ansatz im sozialen und wirtschaftlichen Umfeld des Unternehmens beitragen kann. Die europäische Leistung als Ganzes profitiert davon.
Soziale Verantwortung von Unternehmen im europäischen Rahmen
CSR ist eine Art Selbstregulierung, bei der ein Unternehmen überwacht und sicherstellt, dass es den Geist des Gesetzes und der ethischen Standards einhält. Bei transnationalen Unternehmen werden internationale Normen eingehalten. Darunter fällt auch, die Verantwortung so zu gestalten, dass die Umwelt des Unternehmens, die Verbraucher seiner Produkte, die Angestellten und alle seine Interessenvertreter positiv beeinflusst werden.

Das EU-finanziertes Projekt "Social regulation of European transnational companies" (ESTER) untersuchte, wie solche Unternehmen zum Erreichen der Lissabon-Strategie beitragen können. Die Strategie, die 2000 aufgestellt und bis 2010 durchgeführt wurde, verfolgte das Ziel, aus der EU einen wettbewerbsfähigen, dynamischen und wissensgestützten Wirtschaftsraum mit Vollbeschäftigung und stärkerem sozialen Zusammenhalt zu machen.

Für diese Untersuchung trugen ESTER-Forscher Informationen aus 350 Interviews in 30 europäischen multinationalen Unternehmen zusammen und analysierten Fragebögen, Unternehmenswebsites und ein Panel aus etwa 200 Unternehmen. ESTER analysierte auch mit einem Szenarioansatz, welche Auswirkungen die Gesetzgebung auf CSR hat. Zu den Interessenvertretern zählten Unternehmen, Gewerkschaften und Staatsbedienstete aus relevanten Ministerien.

ESTER fand heraus, dass CSR hauptsächlich auf Imageprobleme wie Verschaffung eines Wettbewerbsvorteils oder Aufbesserung des Unternehmensimages beruht. Die Forscher enthüllten auch, dass es bei der Definition von CSR wenig Bezug auf die Normen der EU gab, da die meisten transnationalen Unternehmen hauptsächlich auf internen Mechanismen beruhen und weniger auf Regulierungen durch Gesetze oder Urteile.

Als Ergebnis der gesammelten extensiven Datenmenge erstellte das Projekt ESTER umfassende Beratungsleitfäden zu CSR-Initiativen, Regulierungsinstrumenten und Umsetzungsmethoden, die auf Antworten auf solche Initiativen beruhen. Das entstandene Rahmenwerk kann für die Ausweitung des Netzes der Lissabon-Strategie nach seinen Einfluss im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts verwendet werden und kann möglicherweise auch als exportfähiges soziales Model dienen, das in anderen Sozialbereichen angewandt werden kann.

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